Sind Sie auf der Suche nach einem Havaneser Welpen, Havaneser Mix, Havaneser Deckrüden oder möchten Sie einem Havaneser In Not helfen? Hier gibt es kostenlose Havaneser Anzeigen.

Tipps zur Havaneser Erziehung

Der Havaneser ist schlau, sportlich und aktiv. Zudem hat er ein überaus verspieltes Wesen, welches Sie sich bei der Erziehung durchaus zu Nutze machen können und sollten. Immerhin ist das Training mit Ihrem Hund nicht nur Pflichtübung, sondern sollte beiden Seiten auch Spaß machen. Bieten Sie Abwechslung und erziehen Sie den Havaneser nicht nur im Grundgehorsam, sondern fördern Sie ebenfalls seinen Intellekt mit Spielen, Kunststückchen, Hundesport und Co.

Die Rasse gilt nämlich als sehr freundlich und lernfreudig und für das Lob seines Menschen strengt sich der Havi durchaus an und will gefallen. Erst recht, wenn ein Leckerbissen als Belohnung auf ihn wartet. Darum eignet sich der Havaneser durchaus auch für Hundeanfänger. Doch Vorsicht: Zwar gilt der kleine Vierbeiner prinzipiell als leicht trainierbar, aber von alleine hat sich noch kein Hund erzogen.

Gerade die Anfangszeit mit Ihrem Havaneser wird sicherlich hin und wieder anstrengend und manchmal auch frustrierend. Doch die Mühe lohnt sich allemal. Hinterher können Sie stolz auf sich und Ihren Vierbeiner sein und was Sie gemeinsam erreicht haben.


Warum es wichtig ist, den Havaneser gut zu erziehen

Einen Havi zu erziehen ist wie eingangs erwähnt nicht so schwer, denn er lernt in der Regel gerne und arbeitet mit Freude mit seinem Besitzer zusammen. Achten Sie jedoch darauf, nicht zu spät mit der Erziehung zu beginnen oder diese inkonsequent durchzuführen.

Fehler in der Erziehung Ihres Havanesers sind später oft nur mühselig wieder zu korrigieren. Besser also, von vorneherein Probleme zu vermeiden und am Ball zu bleiben.

Gibt es Rückschläge, so halten Sie sich die Vorteile eines gut erzogenen Hundes vor Augen, anstatt das Handtuch zu werfen:

  • Eine solide Erziehung fördert ein gutes Verhältnis zwischen Hund und Halter
  • Der Havaneser setzt sein ganzes Vertrauen in einen zuverlässigen Hundeführer
  • Die gemeinsame Arbeit macht Spaß
  • Sie können zusammen Erfolgserlebnisse feiern
  • Gute Erziehung sorgt für Harmonie und ein entspanntes Zusammenleben von Zwei- und Vierbeiner
  • Sie verbessert die Kommunikation und das Verständnis zwischen Mensch und Tier
  • Ihr Hund kann problemlos überall hin mitgenommen werden und weiß sich zu benehmen
  • Der Havaneser darf es genießen ohne Leine zu laufen, denn er kommt auf Zuruf immer zurück
  • Begegnungen mit anderen Hunden sind kein Problem
  • Spaziergänge sind entspannt ohne Ziehen und Zerren an der Leine
  • Ihr Havaneesr kann ohne Theater und Dramen ein paar Stunden alleine zu Hause bleiben
  • Er ist freundlich zu Besuchern und anderen Menschen
  • Sie brauchen keine Angst zu haben, Ihr Hund zerstört Sachen im Haus
Erziehung Havaneser
Erziehung Havaneser: ein gut erzogener Havaneser wird auf Rückruf sofort zu Ihnen zurückkommen.

Tipps und Tricks für die optimale Erziehung des Havanesers

1. Seien Sie geduldig

Die Erziehung des Havanesers ist zeitaufwendig. Keine Frage. Und manchmal obendrein noch mühselig und anstrengend., wenn nicht sogar frustrierend. Rückschläge kommen natürlich hin und wieder vor. Doch aufgeben ist keine Option. Wiederholen Sie Übungen einfach so lange, bis sie sitzen. Manchmal will es einfach nicht so klappen, wie gewünscht oder der Havaneser braucht halt etwas länger, um beispielsweise einen Befehl zu verinnerlichen.

Gerade junge Hunde in der Flegelphase schalten gern mal auf Durchzug und vergessen ihre guten Manieren. Darüber hinaus kann der Hund auch durchaus mal etwas vergessen. Besonders, wenn er eine Übung oder ein Kunststück schon länger nicht mehr ausgeführt hat.

2. Schaffen Sie eine optimale Trainingsumgebung

Insbesondere der kleine Havaneserwelpe lässt sich liebend gern ablenken. Vieles ist einfach spannender, als Herrchen zuzuhören und sich zu konzentrieren. Darum ist es wichtig, eine möglichst reizarme Umgebung zu schaffen und zunächst an Orten zu trainieren, die dem Welpen bereits bekannt sind. Auch bei erwachsenen Hunden, die noch nicht viel kennenlernen durften (z.B. Havaneser aus dem Tierschutz), sollte zu Beginn im Haus oder Garten geübt werden. Klappt dies, so kann das Training an belebtere Orte verlegt werden.

3. Achten Sie auf Ihr Timing

Die Zusammenhänge von Lob und Tadel müssen für den Hund ersichtlich sein. Dazu ist es wichtig zu wissen, dass Ihr Vierbeiner im Hier und Jetzt lebt. Ihn beispielsweise für etwas zu bestrafen, dass bereits in der Vergangenheit liegt (und seien es auch nur ein oder zwei Minuten), bringt der Havaneser nicht mehr mit diese Aktion in Verbindung, sondern bezieht es immer auf die momentane Situation. Punktgenaues Loben ist darum enorm wichtig.

4. Konsequenz ist das A und O

Sie ist der Schlüssel zu einer guten Erziehung ihres Havanesers. Darum sollten Sie einmal aufgestellte Regeln niemals brechen und keine Ausnahmen machen. Seien Sie verlässlich. Ihr Havaneser wird nicht verstehen, warum er als Welpe auf das Sofa durfte, aber nun nicht mehr. Warum es an Weihnachten einen Happen vom Gänsebraten gibt, aber Betteln sonst unerwünscht ist. Dies führt zu Verwirrung.

Überlegen Sie darum bereits vor der Anschaffung was später erlaubt wird und was nicht:

Hund erziehen anspringen
Wollen Sie Anspringen vermeiden oder mögen Sie solch eine stürmische Begrüßung? Finden Gäste solche Freudentänze auch gut?
  • Darf der Hund ins Schlafzimmer oder gar Bett?
  • Wie sieht es mit dem Sofa aus?
  • Wollen Sie Anspringen vermeiden oder mögen Sie solch eine stürmische Begrüßung? Finden Gäste solche Freudentänze auch gut?
  • Gesicht und Hände ablecken in Ordnung oder tabu?
  • Betteln bei Tisch wird konsequent ignoriert?

Dabei sollte sich jeder im Haushalt an diese für den Hund aufgestellten Regeln halten (auch Kinder), und zwar von Anfang an.

Dulden Sie unerwünschtes Verhalten nicht, nur weil Ihr Welpe so bezaubernd oder lustig dabei aussieht. Zwickt der Havaneser Sie beispielsweise beim Spielen in den Finger oder Zeh, so mag das zunächst witzig sein, ein erwachsener Havi kann aber durchaus auch heftiger Zubeißen. Autsch!

Und denken Sie ebenfalls daran, dass besonders Junghunde gern ihre Grenzen ausloten. Bleiben Sie jedoch konsequent, so akzeptiert Ihr Havaneser schließlich Ihre Rolle als Rudelführer. Denn diese sind stets verlässlich und zeigen wo es langgeht.

Konsequenz bei der Erziehung
Konsequenz bei der Erziehung ist das A und O. Aufgestellte Regeln müssen von allen Familienmitgliedern eingehalten werden.

5. Lob und „Bestrafung“

Niemals sollten Sie den Havaneser körperlich bestrafen. Gewalt hat in der Hundeerziehung nichts verloren, zerstört nur das Vertrauen in Sie und ruft schlimmstenfalls Ängste hervor. Besser, Sie schimpfen laut („Pfui!“, „Nein!“), machen sich groß und bauen sich vor dem Hund auf oder strafen ihn mit Nichtbeachtung. Arbeiten Sie ansonsten aber immer mit positiver Verstärkung. Dies hat viel nachhaltigere Wirkung.

Dabei darf ein Lob ruhig der Situation angemessen ausfallen. Führt der Hund beispielsweise ein Kommando aus, dass er schon lange beherrscht, reicht ein ausgesprochenes verbales Lob, Streicheln oder Ohrenkraulen. Bei neu erlernten Kommandos, Kunststücken, Erfolgen bei der Reinlichkeitserziehung, im Hundesport usw. darf das Lob ruhig deftiger ausfallen. Gern auch in Form eines Leckerbissens.

Sowieso ist der Havaneser für ein kleines Leckerli für fast alles zu haben. Halten Sie dabei spezielle Trainingsleckerchen bereit, die es sonst nicht gibt. So bleiben diese etwas Besonderes und motivieren den Hund dazu mitzuarbeiten.

Sie sollten auch stets die gleichen Wörter benutzen, wenn gelobt wird. So merkt der Havaneser schnell, was erwünscht war und was nicht. Klickertraining (siehe unten) kann dabei helfen, immer ein eindeutiges Signal an den Hund zu senden.

Übrigens: Bei Unterwürfigkeitsgesten sollten Sie das Tadeln sofort unterbrechen. Zum Beispiel, wenn der Hund den Kopf senkt oder sich auf den Rücken legt.

Havaneser Erziehung : Leckerlie
Der Havaneser ist für ein kleines Leckerli für fast alles zu haben. Halten Sie dabei spezielle Trainingsleckerchen bereit, die es sonst nicht gibt. So bleiben diese etwas Besonderes und motivieren den Hund dazu mitzuarbeiten.

 

6. Eine Bezugsperson fürs Training

Zumindest in der Anfangszeit sollte sich nur eine Person um Training und Erziehung kümmern. Dies ist meistens die Person, mit der Ihr Hund die meiste Zeit verbringt. Darum sollte bei Besuchen in der Hundeschule nicht dauernd abgewechselt oder diskutiert werden, wer nun mit dem Havi zum Unterricht geht. Hat der Hund Kommandos und Regeln erst einmal verinnerlicht, so kann das Training auch von jemand anderem übernommen und vertieft werden.


Gute Erziehung von Anfang an: Was der Havaneser-Welpe lernen muss

Ihr neues Familienmitglied kommt in einer überaus sensiblen Phase zu Ihnen. Nutzen Sie diese Zeit weise und zu Ihrem Vorteil, denn der Havaneser wird nie wieder so schnell und nachhaltig lernen, wie in diesen ersten Wochen in seinem neuen Zuhause. Dabei lernt und verinnerlicht er allerdings nicht nur positive Dinge, sondern merkt sich leider auch alles Negative.

Fehler, die Sie in dieser Zeit bei der Erziehung machen, Inkonsequenz, grobe Bestrafungen, Misserfolge und vieles mehr. Seien Sie darum sehr gewissenhaft und behutsam beim Training und holen Sie sich unter Umständen professionelle Hilfe (Hundeschule!). Insbesondere, wenn der Havaneser ihr erster Vierbeiner ist.

Bei der Erziehung Ihres Welpen sollten Sie ihm am Anfang natürlich nicht zu viel zumuten. Mehrere kurze Einheiten über den Tag verteilt sind weitaus besser, als lange und anstrengende Trainingssitzungen. Aufgestellte Regeln gelten allerdings tatsächlich von Anfang an.

Doch was sollte und muss der kleine Havaneserwelpe eigentlich alles lernen?

  1. Stubenreinheit
  2. Leinenführigkeit
  3. Seinen Namen
  4. Alleine bleiben
  5. Beißhemmung (Spiel sofort abbrechen)
  6. Regeln des Zusammenlebens mit seinen Menschen
  7. Grundkommandos
  8. Feste Schlaf-, Rückzugs- und Fressplätze
  9. Tagesablauf/Routine
  10. Sozialisation

Womit Sie anfangen, bleibt ganz Ihnen überlassen. Normalerweise ist es jedoch so, dass der Vierbeiner gleich mehrere Sachen auf einmal lernen wird. Warten sollten Sie allerdings mit dem Training zum Alleine bleiben.

Geben Sie dem kleinen Havi zunächst ausreichend Zeit, sich einzuleben, Vertrauen aufzubauen und eine gute Beziehung zu seinen Menschen zu entwickeln. Auch die Basiskommandos können ruhig ein wenig aufgeschoben werden.

Havaneser Welpen Erziehung
Havaneser Welpen Erziehung: Gerade in der Welpenphase kann Ihr Hund die besten Fortschritte in der Erziehung machen.

Wie bringe ich meinem Havaneser seinen neuen Namen bei?

Nicht immer gefällt den neuen Besitzern der Name, welchen der Havaneser ursprünglich von seinem Züchter bekommen hat und der Vierbeiner wird kurzerhand umgetauft. Doch wie lernt und verinnerlicht der Havaneser seinen neuen Namen eigentlich? Immerhin soll der Hund ja zuverlässig auf Zuruf reagieren und seine Aufmerksamkeit beim Klang seines Namens auf den Hundeführer richten.

Es ist gar nicht so schwer:

  • Reizarme Umgebung wählen
  • Nicht nach dem Fressen trainieren! Da möchte der Hund ruhen.
  • Legen Sie Belohnungshappen bereit
  • Sprechen Sie den neuen Namen laut, deutlich und fröhlich aus
  • Wenden sich Ihr Welpe Ihnen zu, so loben Sie augenblicklich und überreichen Sie die Belohnung.
  • Reagiert der Havaneser nicht, so rufen Sie nur noch einmal (oder höchstens zwei weitere Male).
  • Falls Sie immer noch nicht seine Aufmerksamkeit erlangen, probieren Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut. Es bringt nämlich nichts, den Namen wieder und wieder zu rufen. Das Wort würde höchstens seine Bedeutung verlieren.
  • Trainieren Sie mehrmals am Tag und loben Sie ausgiebig, wenn der Havaneser reagiert. Er wird schnell die Verknüpfung machen, dass etwas Angenehmes erfolgt, wenn er auf Zuruf reagiert.
  • Nach ein paar Tagen (vielleicht auch Wochen), wenn der Havaneser seinen neuen Namen verinnerlicht hat, gibt es die Belohnung nicht mehr für jedes erfolgreiche Mal. Schließlich soll der Hund später auch dann zu Ihnen kommen, wenn die Taschen leer sind und es nur verbales Lob gibt.

So wird Ihr Havaneser schnell stubenrein

Sie können dem Havaneser dabei helfen, schneller stubenrein zu werden, indem Sie ganz bewusst auf seine Signale achten. Die meisten Welpen zeigen nämlich, wann es Zeit wird für einen Gang nach draußen:

  • Schnüffeln in Ecken
  • Der Hund hat die Nase am Boden und geht unruhig hin und her
  • Er macht Anstalten, sich hinzuhocken
  • Er unterbricht sein Lieblingsspiel und schnüffelt intensiv
  • Einige Welpen winseln
  • Ihr Havi setzt sich vor die Haus- oder Gartentüre, kratzt dort oder wartet

Außerdem können Sie zu bestimmten Zeiten nahezu hundertprozentig sicher sein, dass er sich lösen oder sein Geschäft verrichten muss.

  • Eigentlich immer nach dem Aufwachen (auch nach einem Nickerchen)
  • Nach den Mahlzeiten
  • Nach Spiel- oder Trainingseinheiten

Damit sich Erfolge schnell einstellen, muss der Welpe zunächst lernen, dass er sein Geschäft im Freien zu verrichten hat. Wer häufiger mit seinem Havaneser nach draußen geht, erhöht also die Chancen auf ein Erfolgserlebnis. Sie sollten darum in regelmäßigen Abständen mit dem Welpen kurz raus gehen. Wer viel Zeit hat gerne alle 2-3 Stunden.

Dabei müssen Sie nicht lange mit dem Havaneser spazieren gehen, sondern es reichen schon ein paar Minuten.

Nachts sollten Sie am besten ebenfalls ein- oder zweimal mit dem Welpen vor die Tür gehen. Der kleine Havaneser kann einfach noch nicht so lange einhalten. Auf jeden Fall ist es günstig, wenn abends kurz vorm Zubettgehen und morgens so früh wie möglich mit dem Havaneser eine schnelle Gassirunde gedreht wird. Im Vorteil ist hier ganz klar, wer einen Garten hat. So brauchen Sie nicht im Schlafanzug auf Pipi-Patrouille gehen, sondern öffnen nur kurz die Terrassentür.

Wann immer Ihr kleiner Havaneser sein Geschäft erfolgreich draußen verrichtet hat, loben Sie ihn. Und zwar überschwänglich. Sie dürfen ruhig einen kleinen Freudentanz aufführen oder eine Leckerei reichen, um ihm zu verstehen zu geben, dass er etwas richtig gemacht hat.

Wer mag, der kann eine Zeit lang Notizen machen, wann der Havi sein großes Geschäft erledigt hat. Denn, wer immer zu denselben Zeiten den Napf füllt, der wird schon bald ein regelmäßiges Muster erkennen, wann der Vierbeiner dem Ruf der Natur folgen muss. Timen Sie längere Gassirunden zu diesen Zeiten.
Sollte der Havaneser zu einer ungünstigen Zeit seine Notdurft verrichten müssen (z.B. mitten in der Nacht), so füttern Sie ein wenig früher, um dieses Problem zu vermeiden.

Eine Welpentoilette ist manchmal kontraproduktiv

Wer ungern nachts raus möchte, wenig Zeit für häufiges Rausgehen hat oder dem Havaneser generell einen Platz bieten möchte, wo er sich lösen darf, der stellt am besten eine Welpentoilette auf oder legt eine saugfähige Unterlage aus, wie etwa Zeitungspapier oder spezielle Trainingspads.

Während des Trainings zur Stubenreinheit mag dies eine gute Idee sein oder gar praktisch erscheinen, auf lange Sicht, kann es jedoch das Sauberwerden des Welpen hinauszögern. Manchmal wird es schwer, dem Hund wieder abzutrainieren, von nun an nicht mehr ins Haus zu machen. Ebenfalls bedenken sollten Sie, dass die Hinterlassenschaften des Hundes nicht besonders angenehm riechen. Besonders in einer kleinen Wohnung breitet sich der üble Geruch womöglich schnell aus.

Und wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt?

Wenn Sie beobachten, dass Ihr Havaneser unruhig wird und zu „suchen“ beginnt oder vielleicht sogar schon Anstalten macht, sein Geschäft zu verrichten, so sagen Sie laut „Nein“ und bringen Sie den Hund nach draußen. War Ihre Reaktion nicht schnell genug und das Bächlein oder Häufchen wurde schon erledigt, gehen Sie trotzdem mit dem Havi noch kurz raus. Beendet er sein Geschäft draußen oder löst sich noch einmal, sollten Sie natürlich loben.

Finden Sie hingegen die Hinterlassenschaften Ihres Havanesers vor, ohne ihn direkt auf frischer Tat ertappt zu haben, so bringt es absolut nichts, wenn Sie deswegen schimpfen oder eine Szene machen. Ihr Havaneser wird Ihren Unmut auf die aktuelle Situation beziehen und nicht auf seine Unsauberkeit, die schon eine Weile zurückliegt. Besser, Sie bringen den Havi aus dem Raum und machen in seiner Abwesenheit kommentarlos sauber.

Wichtig: „Bestrafen“ Sie also nur, wenn Sie ihn direkt dabei erwischen. Dazu reicht ein scharfer Ton bereits aus. Niemals sollten Sie endlos schimpfen, den Hund schlagen oder ihn sogar mit der Nase in seinen Haufen stupsen. Dies ist auch für den Hund sehr eklig und es kann seinen Geruchssinn nachhaltig beeinträchtigen.

Außerdem wird der Havaneser Angst vor Ihnen bekommen, was die Bindung zu ihm massiv beeinträchtigt. Vielleicht ist er so verängstigt, dass er sich auch an der Leine nicht mehr traut, sich zu lösen oder er sucht sich im Haus bessere Verstecke.


Ohne Ziehen und Zerren: Wie wird mein Havaneser leinenführig?

Viele Welpen lernen ein Halsband schon beim Züchter kennen und akzeptieren es meist völlig problemlos. Falls es noch keinen Kontakt zu diesem wichtigen Accessoire gegeben hat, reicht es, Halsband oder Geschirr anfangs nur kurz anzuziehen und die Intervalle nach ein paar Tagen auszudehnen. Gleiches gilt für die Leine. Der Havaneser sollte diese übrigens auch ohne Probleme dulden, wenn er sie hinter sich her schleift. Dies ist wichtig, damit er, sollten Sie die Leine einmal fallenlassen, nicht in Panik davon rennt.

Zu Anfang reichen ein paar kurze Übungen an der Leine in den eigenen vier Wänden. Danach gerne auch im Garten oder vor der Türe. Zu längeren Spaziergängen sollten Sie hingegen erst aufbrechen, nachdem der Havi seine ersten Impfungen bekommen hat und vor den schlimmsten Hundekrankheiten geschützt ist.

Klappt das lockere Laufen an der Leine in einer vertrauten Umgebung, so muss dies noch lange nicht für den Ernstfall im Freien gelten. Es gibt dort nämlich so viel zu entdecken, da kann der kleine Havaneser seine bisherige Erziehung schon einmal komplett vergessen. Zieht und zerrt er vor Aufregung und Übermut, sollten Sie stehenbleiben und erst weitergehen, wenn Sie die Aufmerksamkeit Ihres Hundes wieder erlangt haben. Dies kann manchmal eine ganze Weile dauern, doch früher oder später, wird er sich definitiv nach Ihnen Umsehen, wenn es einfach nicht weiter geht.

Haben Sie hingegen einen kleinen Angsthasen oder einen Kandidaten, der das angeleinte Laufen absolut nicht toll findet, so widerstehen Sie der Versuchung, an der Leine zu ziehen. Er wird sich nur noch mehr zur Wehr setzen. Besser, Sie locken ihn mit lieben Worten oder überzeugen ihn mit einem schmackhaften Bissen.

Eine Rollleine ist für das Training der Leinenführigkeit übriges ungeeignet, da diese immer auf Spannung steht und der Hund diesen Zug über Halsband oder Geschirr spürt. Eben dies soll ja vermieden werden. Die Leine soll locker durchhängen und nicht gespannt sein. Hat der Havaneser jedoch einmal verinnerlicht, wie er sich an der Leine zu benehmen hat, so ist eine solche Rollleine durchaus einsetzbar, um dem Vierbeiner etwas mehr Freiraum zu geben. Besonders, wenn das Kommando „Komm“ noch nicht absolut sitzt.


Wie lange kann mein Havaneser alleine bleiben?

Die angegebene Stundenanzahl, die ein Havaneser alleine bleiben kann oder können sollte, variiert in der Literatur und unter Fachleuten sehr stark. Selbst unter Hundehaltern wird dieses Thema immer wieder gerne und leidenschaftlich diskutiert. Werden 10 Halter gefragt, gibt es sicherlich 10 unterschiedliche Antworten darüber, wie lange ein Hund alleine bleiben kann.

Fakt ist aber, der Hund ist ein Rudeltier. Ohne seine Menschen fühlt sich der anhängliche Havaneser darum sehr allein und bisweilen vielleicht auch unsicher. Alleine sein ist für den menschenbezogenen Havaneser das Schlimmste überhaupt. Trotzdem ist es natürlich nicht immer möglich, dass seine Zweibeiner rund um die Uhr bei ihm sind. Viele Hundebesitzer sind beispielsweise berufstätig. Aber auch sonst ist es nicht immer möglich, den Vierbeiner überall hin mitzunehmen. Denken Sie nur ans Kino, die Arztpraxis oder ein Restaurant.

Der Havaneser sollte darum schon früh lernen, sich auch mal alleine zu beschäftigen und dass es Ruhezeiten gibt und nicht immer nur Action und Beschäftigung. Immerhin wird in Ihrer Abwesenheit auch nichts Aufregendes passieren und der Vierbeiner muss sich allein die Zeit vertreiben.

Im Idealfall schläft oder döst er also friedlich. Dies funktioniert allerdings nur, wenn er entspannt ist. Wird Ihr Hund hingegen nervös und ängstlich, wenn Sie das Haus verlassen, wird er vermutlich Unsinn anstellen oder jaulen und bellen.

Halten Sie die Zeiten, in denen der Havaneser alleine bleiben muss am Anfang sehr kurz. Ein paar Augenblicke reichen zunächst vollkommen, die dann später zu Minuten und schließlich ein paar Stunden ausgedehnt werden. Bis zu 5 Stunden sind dabei in Ordnung. Den ganzen Tag sollte allerdings kein Vierbeiner einsam verbringen. Sind Sie voll berufstätig und niemand daheim, der sich um den Havaneser kümmert, so wäre eine Fremdbetreuung unbedingt angeraten. Denken Sie nur einmal daran, wie unangenehm es für den Hund ist, sich stundenlang nicht lösen zu können. Ganz abgesehen davon, dass so ein einsames Leben nicht artgerecht wäre.

Havaneser Hund allein Zuhause lassen
Sehr lange sollte der menschenbezogene Havaneser nicht alleine zuhause bleiben.

Wie bringe ich meinem Havaneser bei, alleine zu bleiben?

Gehen Sie bei diesem Unterfangen unbedingt behutsam vor. Der Havaneser ist ein sehr menschenbezogener Hund und er wird es wohl kaum freiwillig hinnehmen, alleine das Haus zu hüten. Im Gegenteil. Viele Vierbeiner geben ihrem Unmut lautstark Ausdruck. Es wird gejault und geheult, damit seine geliebten Zweibeiner zurück kommen. Bleiben diese Versuche erfolglos, so richtet sich seine Missstimmung mitunter gegen Sofakissen, Schuhe oder sonstige Gegenstände, die er zerlegen wird. Aus Frust oder manchmal auch aus Langeweile.

1. Beginnen Sie mit dem Training ab etwa 4 Monaten. Davor sollte immer eine Bezugsperson für den Havaneser zugegen sein. Schließlich sind Eingewöhnung und Prägung essentiell und lange Phasen des Alleinebleibens in dieser Zeit, können das Vertrauen nachhaltig schädigen

2. Trotzdem können Sie durchaus von Anfang an einige Tabuzonen im Haus erklären, die der Welpe nicht betreten darf. Die Küche beispielsweise oder das Bad. Sie können solche Zonen mit einem Absperrgitter verdeutlichen. Der Vorteil: Der Welpe kann ihnen nicht in den Raum folgen, Sie aber immer noch sehen.

3. Dennoch sollten Sie hin und wieder auch außer Sichtweite sein. Zu Anfang wird der Hund Ihnen überall hin folgen. Schnell merkt er jedoch, dass Sie stets zu ihm zurück kommen und eigentlich nichts Aufregendes passiert.

4. Fangen Sie nun an, die Tür hinter sich zuzumachen, wenn Sie aus dem Zimmer gehen. Kommen Sie nach ein paar Augenblicken wieder, aber nur, wenn der Havaneser in dieser Zeit ruhig geblieben ist. Loben Sie ihn hierfür. Sollte er hingegen unruhig werden und bellen, warten Sie, bis er sich wieder etwas beruhigt hat. Er soll schließlich nicht denken, es war sein Winseln, dass für Ihre Rückkehr sorgte.

5. Gehen Sie schließlich irgendwann tatsächlich komplett aus der Wohnung, so wäre es gut, wenn Sie sich vorher eine Weile nicht mehr aktiv mit Ihrem Hund beschäftigen, damit er zur Ruhe kommen kann.

6. Gehen Sie ohne großes Tamtam oder Abschiedsszenario. Nehmen Sie Ihre Sachen und verlassen Sie das Haus. Ein knappes „Bis gleich“ reicht vollkommen.

7. Bleiben Sie nicht einfach draußen stehen und lauschen. Schauen Sie auch nicht durchs Fenster oder Ähnliches. Ihr kleiner Havaneser ist nicht dumm. Zudem kann er hervorragend hören und riechen. Er weiß, dass Sie da sind und bellt vermutlich allein deshalb nicht. Gehen Sie besser kurz ein Stück die Straße runter oder besuchen Sie Nachbarn.

8. Wem es unter den Nägeln brennt zu wissen, was der Havaneser so treibt, wenn er alleine bleiben muss, der sollte den Vierbeiner mit Hilfe einer Webcam beobachten.

9. Gehen Sie erst zurück in die Wohnung, wenn alles ruhig ist oder sich der Vierbeiner zumindest etwas beruhigt hat. Auch hier kann die Webcam helfen. Liegt der Havi beispielsweise in seinem Körbchen oder beschäftigt sich mit einem Leckerbissen oder Lieblingsspielzeug, so ist es die richtige Zeit, den Heimweg anzutreten.

10. Natürlich können Sie Ihren Hund begrüßen, machen Sie aber kein Drama draus. Es soll für den Havaneser schließlich normal werden, dass Sie ab und an mal weggehen. Beachten Sie aus dem gleichen Grund das Freudentheater Ihres Hundes bei Ihrer Rückkehr nicht. Beruhigt sich der Havaneser und setzt sich beispielsweise vor Sie hin und wartet, schenken Sie ihm allerdings schon Aufmerksamkeit und loben ihn.

Noch mehr Tipps für entspanntes Alleinbleiben:

  • Gewöhnen Sie Ihren Havaneser-Welpen schon früh an eine Transportbox. Sie dient ihm anschließend nicht nur zu Hause als sicherer Rückzugsort, sondern auch auf Reisen oder beim Tierarzt.
  • Zwei Hunde sind meist unproblematischer, wenn es darum geht, eine Weile allein gelassen zu werden. Nichtsdestotrotz vermissen sie ihre Besitzer natürlich trotzdem und sollten nicht allzu lange warten gelassen werden.
  • Geben Sie dem Havaneser eine besondere Leckerei, ehe Sie das Haus verlassen. Einen lecker gefüllten Kong beispielsweise. Dies vertreibt die Langeweile und sorgt für Beschäftigung und Gaumenfreuden gleichermaßen.
  • Sind Sie mit dem Havaneser noch spazieren gegangen oder wurde er anderweitig beschäftigt, so ist er während Ihrer Abwesenheit eher müde und entspannt, und möchte im Idealfall gern etwas dösen oder schlafen. Denken Sie aber daran, ihn rund eine halbe Stunde bevor Sie gehen nicht mehr groß zu beachten oder etwas mit ihm zu unternehmen.

Warums sollte ich mit meinem Havaneser eine Hundeschule besuchen?

Bevor Sie überhaupt einen Fuß in eine Hundeschule setzten, sollten Sie als Einstieg ein gutes Hundebuch über die Erziehung eines Hundes lesen. Machen Sie sich mit den Aufgaben und Herausforderungen, welche auf Sie warten, vertraut sowie mit diversen Trainingsmethoden.

Anschließend können Sie (noch ehe Ihr Havaneser überhaupt bei Ihnen einzieht) diverse Hundeschulen begutachten und die für Sie beste Schule aussuchen. Dabei sollte Ihnen der Erziehungsstil natürlich zusagen und der Trainer sympathisch sein. Viele bieten zudem kostenlose Probestunden oder Schnupperkurse an, die bei der Entscheidung helfen können.

Hundeschule Havaneser
Sehr zu empfehlen: Hundeschule für den Havaneser

Prinzipiell können Sie Ihren Havaneser auch ohne die Hilfe einer Hundeschule erziehen und zu einem hervorragenden Begleiter machen. Insbesondere, wenn Sie schon Erfahrung mit Hunden und deren Training haben. Doch gerade Anfängern ist der Besuch einer Hundeschule dringend ans Herz gelegt. Sie und ihr Hund werden beide gleichermaßen davon profitieren:

  • Sie erhalten wertvolle Hilfestellungen bei der richtigen Vermittlung von Kommandos
  • Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge des Trainers helfen die eigenen Fehler zu erkennen, zu verstehen und in Zukunft zu vermeiden.
  • Es gibt reichlich Erziehungstipps
  • Das Lernen mit anderen Hundehaltern macht mehr Spaß
  • Es werden neue Kontakte geknüpft, die auch außerhalb der Hundeschule Bestand haben könnten.
  • Sie lernen, wie Ihr Havaneser tickt und wie Sie seine Signale und Gesten richtig deuten.
  • Eine Hundeschule ist förderlich für das Sozialverhalten des Havanesers
  • Der Hund lernt die Grundkommandos, welche die Basis einer guten Hund-Mensch-Beziehung ausmachen.
  • Die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Havaneser verbessert sich.
  • Es gibt oft ein breitgefächertes Angebot, aus dem Sie schöpfen können, darunter auch Workshops oder Hundesport

Womit geht es los?

Frischgebackene Havaneser-Eltern besuchen mit ihrem Welpen oftmals zunächst einen Welpenkurs. Betonung liegt auf „Kurs“ und nicht etwa „Welpenspielstunde“. Letzteres ist manchmal nicht sonderlich empfehlenswert, da solche Treffen häufig unstrukturiert ablaufen und die Hunde einfach aufeinander losgelassen werden.

Bedenken Sie: Ihr Havaneser ist ein kleines Kaliber und wenn er sich einer großen Anzahl fremder und sehr viel größerer Hunde gegenüber sieht, so kann dies Ihren Vierbeier enorm ängstigen. Fehlen Sie an seiner Seite, um ihm Sicherheit zu vermitteln, so muss der kleine Kubaner selbst mit der Situation fertig werden und sich behaupten. Er lernt so, dass er sich auf Sie nicht verlassen kann, da Sie ja nur am Rand stehen und zusehen.

Im Idealfall werden die Teilnehmer also langsam miteinander bekannt gemacht und das Spielen läuft unter Aufsicht und geordnet ab. So wird das Sozialverhalten gefördert und Spaziergänge werden später entspannter ablaufen, wenn es zu Hundebegegnungen mit fremden Vierbeinern kommt. Es werden in solchen Welpenkursen sogar schon spielerisch die ersten Kommandos vermittelt.

Welche Angebote gibt es noch?

Nach der Welpenzeit kommt die Flegelphase. Der Havaneser ist in der Pubertät und testet nun seine Grenzen und vergisst seine ehemals gute Welpenstube und schaltet bei Befehlen gern mal auf Durchzug.

Hier sind ein langer Atem, eine gute Portion Geduld und noch mehr Konsequenz bei der Erziehung des Havanesers gefragt. Ein Junghundkurs kann durch diese schwierige Zeit hindurch helfen und Fehlern vorbeugen, die sich hinterher nur schwer wieder beheben lassen.

Kurse für erwachsene Havaneser sind hingegen ratsam, wenn:

  • Der Havaneser noch nicht viel kennenlernen durfte
  • Er Unarten entwickelt hat
  • Sie bei der Erziehung unsicher sind
  • Sie zuvor noch nie einen Hund hatten
  • Es sich um einen Havaneser in Not handelt, über dessen Ausbildungsstand nichts bekannt ist.
  • Fehler in der Erziehung begangen wurden
  • Die Erziehung zu lange schleifen gelassen wurde

Keine Sorge, auch ein älterer Havaneser lernt noch gern und mit Freude. Allerdings kann es im Vergleich zu einem Welpen länger dauern, bis er etwas verinnerlicht hat.

Das restliche Programm der Hundeschulen variiert sehr stark. Von Hundesport über Workshops, bis hin zur Ersten-Hilfe-am-Hund … Die Möglichkeiten sind vielfältig. Finden Sie eine Hundeschule, die sich mit Ihren Interessen und Vorlieben deckt.

Wann braucht mein Havaneser Einzelunterricht?

  • Wenn gezielt an speziellen Problemen gearbeitet werden soll.
  • Das Training des Havanesers besonders intensiv sein soll
  • Sie keine Lust auf Gruppenunterricht haben
  • Wenn andere Hunde Ihren Havaneser nervös machen oder ablenken, da er schlecht sozialisiert wurde oder schlechte Erfahrungen gemacht hat
  • Sie mit Privattrainier üben möchten und zwar dort, wo die Probleme auftauchen (bei Ihnen zu Hause, bei Hundebegegnungen usw.)

Wie funktioniert Klickertraining?

Ein paar kleine Belohnungshappen, ein Knackfrosch und schon kann es losgehen. Das ist tatsächlich alles, was Sie für das Klickertraining mit Ihrem Havaneser benötigen werden.

Denn diese Trainings- und Erziehungsmethode arbeitet ausschließlich nach dem Prinzip der positiven Verstärkung. Soll heißen: Sie belohnen jedes Verhalten des Havanesers, dass in die richtige Richtung geht und ignorieren alles andere.

Klickertraining für Havaneser
Klickertraining ist in der Hundeerziehung sehr effektiv.

Dabei wird immer die gleiche Abfolge eingehalten:

  • Der Hund zeigt erwünschtes Verhalten
  • Der Klicker wird betätigt
  • Erst dann wandert die Hand zum Leckerli und wird überreicht

Dieses Prinzip muss der Havaneser zunächst verstehen und verinnerlichen. Er muss also die Verknüpfung machen, dass „Klick“ zwei Dinge bedeutet:

  1. Du hast etwas richtig gemacht
  2. Es folgt eine Belohnung

Darum erhält der Havi als Klicker-Neuling zunächst keine wirkliche Aufgabe, sondern bekommt nach jedem Drücken des Knackfroschs ganz ohne Einsatz gezeigt zu haben eine Leckerei.

Nach einigen Wiederholungen stellen Sie dies jedoch wieder ein und der Havaneser muss nun für die ersehnte Belohnung arbeiten. Dafür könnten Sie mit einem Kommando beginnen, das Ihr Hund bereits kennt. Beispielsweise den Befehl „Sitz“. Führt er diesen korrekt aus, wird gedrückt und belohnt. Ihr schlauer Havaneser wird rasch begreifen, dass er Ihnen das Klickern entlocken kann, wenn er etwas richtig gemacht hat. Ab hier hat diese Trainingsmethode nun unendlich viele Einsatzmöglichkeiten.

Klickertraining funktioniert für die Erziehung des Havanesers ebenso gut, wie für das trainieren der Basiskommandos. Auch für Kunststückchen oder beim Hundesport lässt es sich wunderbar klickern. Vierbeiner, die diese Methode kennen, sind zudem oft ausgesprochen kreativ, bieten Lösungsvorschläge an und arbeiten gern mit.

Wenn Sie Ihrem Havaneser etwas Neues beibringen möchten ist eines jedoch sehr wichtig. Sie drücken den Knackfrosch anfangs bei jedem kleinen Verhalten, das dem Endergebnis auch nur ansatzweise nahekommt. Ihr Hund soll ein neues Kunststück lernen und dazu in einen Koffer steigen und diesen am Ende schließen? Zu Beginn dieser Übung gibt es das „Klick“ bereits für das Ansehen des Koffers. Dies signalisiert dem Hund, dass er mit dem Gegenstand interagieren soll. Auch das Beschnüffeln oder Anstupsen wird belohnt.

Was sind die Vorteile von Klickertraining?

  • Hoher Motivationsfaktor durch die Belohnungshappen
  • Sie können den Havaneser damit körperlich als auch geistig beschäftigen
  • Krankheiten oder die persönliche emotionale Stimmung können den Klang der menschlichen Stimme verändern. Der Knackfrosch macht hingegen ein immer gleiches Geräusch und ist punktgenau einsetzbar
  • Es ist kein direkter Körperkontakt zum Hund notwendig. Im Gegenteil. Sie können mit dem Klicker auch auf Distanz trainieren. Darum eignet er sich auch für Problemhunde, scheue oder ängstliche Kandidaten
  • Fördert kreatives Denken
  • Für viele Ausbildungsziele anwendbar
  • Klickertraining ist überall und jederzeit einsetzbar

Basics, die auch Ihr Havaneser beherrschen sollte

Ihnen stehen bei der Erziehung Ihres Havanesers diverse Hilfsmittel zur Verfügung. Eines der wichtigsten Handwerkszeuge ist dabei Ihre Stimme. Diese kann durch Gesten noch untermauert werden. Wer mag, kann allerdings auch nur Bewegungen und Fingerzeige einsetzen. Dazu muss Ihr Havaneser jedoch ausgesprochen aufmerksam sein und (anders als bei gesprochenen Kommandos) permanent Blickkontakt zu Ihnen aufnehmen.

Neben der Stimme gibt es aber noch weitere Hörzeichen, beispielsweise die gute alte Hundepfeife oder den bereits weiter oben genannten Klicker. Natürlich gibt es auch diverse Kombinationen aus den verschiedenen Möglichkeiten.

Welche Methode wirkt und bei Ihnen Anwendung findet, ist je nach Hund-und-Halter-Gespann unterschiedlich. Probieren Sie ruhig ein bisschen aus und finden Sie eine Arbeitsweise, die zu Ihnen beiden passt und mit der Sie sich wohlfühlen.

Wichtig: Kurze und knappe Kommandos sind optimal. Vermeiden sollten Sie hingegen ewiges Rumschwafeln oder lange Sätze („Nein Bello, nicht an der Leine ziehen. Geh ordentlich.“). Diese versteht Ihr Hund sowieso nicht. Je kürzer und prägnanter ein Befehl, umso besser und leichter zu verinnerlichen.

Folgende Grundkommandos sollte Ihr Havaneser nach seiner Erziehung beherrschen:

  • Sitz
  • Platz
  • Bleib
  • Komm/Hier
  • Nein
  • Aus

Diese Befehle bilden die Basis für einen guten und harmonischen Alltag mit Hund. Daheim und unterwegs gleichermaßen. Werden diese Basics nicht beherrscht, so dürfte es schwer werden, dem Havaneser Freiheiten einzuräumen, wie beispielsweise das Laufen ohne Leine oder das Vergnügen, Sie überall hin zu begleiten.

Bei den nun folgenden Trainingsbeispielen, wird mit Stimme und Belohnungshappen gearbeitet:

Kommando Sitz

Mit dieser Übung wird oftmals angefangen, weil Sie sehr leicht ist und schnell zu Erfolgen führt. Stellen sie sich dazu zunächst vor Ihren Havaneser hin und zeigen Sie ihm ein Leckerli, welches Sie in der hohlen Hand halten. Er darf daran schnüffeln, kann es allerdings nicht erreichen. Seine Aufmerksamkeit ist trotzdem garantiert.

Nun bewegen Sie die Hand auf den Hund zu und langsam über seinen Kopf hinweg. Um sich den Leckerbissen nicht entgehen zu lassen, wird die Nase des Hundes dem herrlichen Duft folgen. Wer Glück hat, dessen Vierbeiner setzt sich nun wie von selbst hin. Geben Sie aber erst das Kommando „Sitz“, wenn tatsächlich Bodenkontakt besteht und überreichen Sie die Belohnung.

Es gibt allerdings auch Kandidaten, die legen den Rückwärtsgang ein. Hier sollte die Übung noch einmal ganz von Vorne gestartet werden.

Die Nase eines weißen Havanesers in Nahaufnahme.
Mit der Nase dem Leckerlie hinterher.

Kommando Platz

Dieser Befehl lässt sich wunderbar aus dem „Sitz“ ableiten, funktioniert später aber auch genauso gut aus dem Stand. Für den Anfang können Sie Ihren Hund jedoch zunächst ins Sitz bringen. Nun wird wieder ein (zunächst unerreichbares) Leckerchen gezeigt.

Lassen Sie den Havi daran schnüffeln und senken Sie Ihre Hand langsam Richtung Boden und anschließend vom Havaneser weg. Wieder wird die Nase dem Geruch folgen und der Hund macht sich im Optimalfall lang und legt sich hin. Hat der Bauch Bodenkontakt (und nur dann) erfolgt ein deutliches „Platz“ und es gibt den Happen.

Steht Ihr Havaneser statt dessen aber einfach auf und geht dem Geruch einfach nach, so lassen Sie ihn wieder „Sitz“ machen und versuchen Sie es erneut.

Kommando Aus

Der Hund soll von etwas ablassen bzw. mit etwas aufhören. Ob es nun ein Giftköder ist, das Anknurren eines Artgenossen oder das Benagen Ihrer Lieblingsschuhe. Um diesen Befehl zu vermitteln eignet sich das Apportieren hervorragend oder auch eine kleine Rangelei.

Dazu spielen Sie zunächst ganz normal mit Ihrem Havaneser und sagen irgendwann laut und deutlich „Aus!“. Womöglich ist Ihr Hund zunächst etwas irritiert von dem neuen Befehl und lässt automatisch von seiner „Beute“ ab. Ist dies der Fall, so loben und belohnen Sie. Denkt er gar nicht daran Ball und Co. wieder herauszurücken, so entfernen Sie ihn vorsichtig aus seinem Maul. Sobald der Gegenstand frei ist, sagen Sie den Befehl erneut und loben.

Wer jetzt sofort wieder den Ball oder das Baumwolltau wirft, signalisiert dem Hund, dass es sich durchaus lohnt, von etwas abzulassen. Immerhin ergaben sich für ihn keinerlei Nachteile. Im Gegenteil. Es gab einen Belohnungshappen und es wurde sofort weiter gespielt.

Havaneser Erziehung: Kommando Aus
Beim Apportieren ist das Kommando Aus sehr hilfreich damit der Hund von dem Ball ablässt.

Kommando Bleib

Der Havaneser soll warten. Ganz egal, wo er sich gerade aufhält oder in welcher Position er sich befindet. Trotzdem bevorzugen viele beim Training zunächst „Sitz“ oder „Platz“ als Ausgangssituation für diesen Befehl. Hat der Hund die entsprechende Position eingenommen erfolgt anschließend das Kommando „Bleib“ und es wird kurz (!) abgewartet. Ihr Havaneser sollte sich nicht vom Fleck rühren. Ist dies gelungen, gibt es ein Leckerli.

Bald wird es jedoch schwieriger. Sie erteilen wieder den Befehl, entfernen sich aber vom Hund. Am Anfang reichen dazu ein oder zwei Schritte. Der Vierbeiner soll natürlich nicht folgen. Verharrt er geduldig, gibt es wieder eine Belohnung. Der Abstand zum Hund wird nun nach und nach ausgebaut. Gehen Sie außerdem in unterschiedliche Richtungen davon und irgendwann sogar ganz außer Sichtweite.

Es ist wichtig, dass immer Sie das Warten für beendet erklären und durch einen Befehl aufheben. Sie könnten den Havaneser beispielsweise zu sich rufen („Komm“) oder zu ihm gehen und ihm die Belohnung reichen („Brav“). Bis dies geschieht, hat der Hund zu warten.

Kommando Nein

Für diesen Befehl brauchen Sie keine extra Trainingseinheit anzusetzen, denn Sie müssen Ihren Vierbeiner hier schon bei etwas Unerwünschtem erwischen, um ihn beibringen zu können. Doch keine Sorge. Insbesondere Welpen stellen allerlei Unfug an und kennen die Regeln des Zusammenlebens noch nicht. Da werden Sie reichlich Gelegenheit haben zu üben.

Knabbert er beispielsweise an Ihren Schuhen, folgt ein scharfes und lautes „Nein!“. Er will in Ihr Bett? Wieder ein deutliches „Nein!“. Ihre Körpersprache kann dabei unterstützend wirken. Ein grimmiges Gesicht, eine große Erscheinung (nicht sonderlich schwer, bei einem Havaneser) oder die Hände in die Hüften gestemmt sprechen eine deutliche Sprache.

Und denken Sie immer daran: Bleiben Sie absolut konsequent. Nein heißt Nein.

Kommando Komm/Hier

Das Abrufen des Hundes sollte bis zur Perfektion trainiert werden, damit Ihr Havaneser in jedweder Lage stets mit Freude zu Ihnen zurück kommt. Außerdem ist es ein notwendiges Übel, wenn der Havi abgeleint laufen dürfen soll und Sie nicht jedes Mal Lust haben, anschließend „Fangen“ mit Ihrem Hund zu spielen, weil Sie ihn nicht mehr zurück an die Leine bekommen.

Am einfachsten vermitteln Sie diesen Befehl, wenn Sie ihn mit etwas Angenehmen verknüpfen. Rufen Sie beispielsweise jedes Mal laut „Komm“ oder auch „Hier“, wenn es Futter gibt, Sie mit dem Hund spazierengehen oder spielen möchten usw. Es muss sich für den Havaneser lohnen, zu gehorchen.

Sie können damit beginnen, im Haus zu üben oder im Garten. Hier gibt es weniger Ablenkung. Für die ersten Versuche im Freien empfiehlt sich eine lange Schleppleine. So kann der Vierbeiner wenigstens nicht ausbüxen.

Falls es nach Erteilen des Befehls mal länger dauert, bis der Havaneser wieder an Ihrer Seite ist, sollten Sie ihn dennoch niemals für das Zu-Spät-Kommen schimpfen. Er verbindet Ihren Tadel dann generell mit seinem Zurückkommen und wird beim nächsten Mal erst recht nicht angelaufen kommen. Also sorgen Sie dafür, dass er das Abrufen mit etwas Positivem verbindet und loben Sie ihn, wenn er wieder da ist.

Bleibt der Havaneser hartnäckig und denkt gar nicht daran, auf den Befehl zu gehorchen, kann es helfen, kehrt zu machen und „alleine“ nach Hause zu gehen. Viele Hunde entscheiden sich in dem Moment dann plötzlich doch, besser hinter Herrchen oder Frauchen herzulaufen.

Wie haben Sie Ihren Havaneser erzogen? Bitte erzählen Sie von Ihrem Hund und hinterlassen Sie einen Kommentar!

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Hi, wir machen mit unserer Havaneser-Dame (* Februar 2018) kleine Trainingseinheiten morgens, mittags und abends. Dabei haben wir immer einen Leckerlibeutel am Gürtel. Wenn sie den sieht, kommt sie sofort und setzt sich erwartungsvoll hin. „Sitz“ zu üben macht es dann schwierig, da sie sich ohnehin schon hinsetzt. Meine Frau und ich stellen uns auch mal gegenüber auf und rufen abwechselnd „Hier“. Funktioniert prima. Sobald der Leckerlibeutel nicht mehr da ist, hört sie allerdings gar nicht mehr. Da wir uns überlegt haben, ihr besondere Leckelis mit etwas Käse und Hundewurst zu geben, kann man diese nicht ohne den Beutel geben. Oder wäre es besser keine festen Trainingszeiten zu nutzen, sondern lieber das Training in den Alltag einzubauen und eher zufällig durchzuführen? Dann müssten wir uns allerdings etwas neues mit den Leckerlis überlegen.
    Gruß, Nick

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.


Menü schließen