Havaneser in Not


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Button - Havaneser-Minipudel-Mix
02.04.2018
Betzenstein

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Button ist klein aber dennoch eine reife Hundepersönlichkeit, der auch durchaus weiß, was er nicht will! Er läuft schön an…
Betzenstein
Bayern
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02.04.2018
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Buchtipp: Die zweite Chance: Hunde mit Vergangenheit

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  • Ein tolles Buch für alle, die einen einen Havaneser aus dem Tierheim bzw. aus der Tierhilfe aufnehmen wollen.
  • Wichtige Infos und Herangehensweisen
  • Wie erkennt man eine seriöse Tierschutzorganisation?
  • Welche Verhaltensproblematiken können Tierschutzhunde haben und wie begegne ich ihnen?
  • Übungen um die Orientierung bzw. Bindung an den neuen Besitzer zu stärken
  • Viele Tipps und interessante Geschichten über Tierschutzhunde. An den Fallbeispielen sieht man sehr gut welche Probleme auftreten können und wie diese behoben werden.
  • Sehr hochwertiges Hardcover-Buch
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Havaneser in Not, aus dem Tierheim oder Tierschutz

Auch ein so verspielter und süßer Zeitgenosse wie der Havaneser kann durchaus in Not geraten und ein neues Zuhause suchen. Die Gründe für die Abgabe des Hundes und seine missliche Lage sind vielfältig. Manchmal handelt es sich einfach um unglückliche Umstände, aber oft wären die Gründe auch vermeidbar gewesen.

Eines ist jedoch sicher: Der Havaneser ist nicht der Verursacher dieser unangenehmen Situation, sondern immer nur der Leidtragende.

Die Häufigsten Gründe für einen Havaneser in Not:

Trennung

Havaneser in Not durch Scheidung
Der Havaneser gerät in Not durch eine Trennung/Scheidung

War der Havaneser einst quirliger Mittelpunkt des Lebens, möchte ihn nach einer Trennung oder Scheidung manchmal niemand mehr haben.

Schließlich ist er nun zu einer unschönen Erinnerung an die einst gemeinsame Zeit geworden.

Manchmal verhindern die veränderten Lebensumstände nach einem Lebewohl aber einfach nur die artgerechte Haltung eines Vierbeiners und der Hund wird zu seinem eigenen Wohl abgegeben.

Todesfall

Havaneser in Not durch einen Todesfall
Havaneser in Not durch einen Todesfall

Überlebt der Havaneser sein Herrchen oder Frauchen, so bleibt er mitunter allein zurück, wenn niemand sonst aus der Familie den Hund haben möchte.

Ein trauriger Einschnitt im Leben des Vierbeiners, der häufig mit einem Platz im Tierheim endet.

Auswandern

Normalerweise werden liebevolle und verantwortungsvolle Besitzer versuchen, den Havaneser mit in die neue Heimat zu nehmen. Allerdings kann es tatsächlich Gründe geben, warum dies nicht möglich oder zumindest keine gute Idee ist:

  • Das Klima ist für den Havaneser nicht geeignet.
  • Die neuen Lebensumstände machen die Hundehaltung schwierig (wenig Zeit etc.).
  • Der Hund ist zu alt für Strapazen, wie zum Beispiel einen langen Flug.
  • Die Umstellung im neuen Land und die Gewöhnung würden ihm zusätzlich zu schaffen machen.
  • Die Einführung von Hunden ist womöglich nicht erlaubt.

Umzug

Schild für Hundebesitzer - Hunde müssen draußen bleiben
Schild für Hundebesitzer – Hunde müssen draußen bleiben

Zum Glück haben viele Vermieter nichts gegen einen so kleinen und darüber hinaus ausgesprochen niedlichen Hund, wie den Havaneser.

Trotzdem sollte der Hund nie ohne Einverständnis des Vermieters angeschafft werden. Insbesondere dann, wenn im Mietvertrag die Hundehaltung nicht ausdrücklich erlaubt ist.

Gehen Sie also früh genug auf neue Wohnungssuche und verheimlichen Sie Ihren Havaneser nicht. Ältere Menschen begegnen hingegen noch einem ganz anderen Problem.

Wenn sie sich für betreutes Wohnen oder ein Seniorenheim entscheiden, sind dort oftmals keine Haustiere erlaubt. Auch dies führt dann manchmal zwangsweise dazu, dass der Havaneser ein neues Zuhause benötigt.

Berufliche Veränderungen

Viele Hundebesitzer gehen arbeiten und natürlich ist nicht immer jemand rund um die Uhr für den Havaneser verfügbar. Dennoch wird dem Haustier genügend Zeit neben dem Job geschenkt. Wer Glück hat, der darf seinen Vierbeiner mitunter sogar mit an den Arbeitsplatz nehmen.

Dies dürfte jedoch die Ausnahme darstellen.
Was jedoch tun, wenn berufliche Veränderungen die Hundehaltung plötzlich unmöglich machen? Eine neue Arbeitsstelle, Schichtdienst, Dienstreisen, andere Arbeitszeiten und Ähnliches können den Havaneser durchaus in Not geraten lassen.

Zwar wäre eine Fremdbetreuung (z.B. Gassiservice oder Hundekrippe) eine Überlegung wert, doch wenn für den Hund nur noch am Wochenende richtig Zeit übrig ist, sollte dem Wohle des Vierbeiners zuliebe eventuell über eine Abgabe nachgedacht werden.

Finanzielle Veränderungen

Kosten für einen Havaneser
Kosten für einen Havaneser

Die Haltung des Havanesers verursacht Kosten. Diese sind nicht ganz unerheblich, besonders, wenn es um die medizinische Versorgung geht. Können Besitzer für die Haltung des Havanesers nicht mehr aufkommen (z.B. wegen Arbeitslosigkeit), kommen Tierschutzorganisationen vor Ort manchmal zu Hilfe.

In manchen größeren Städten gibt es zudem Tiertafeln, die bei der Versorgung des Hundes aushelfen und Futter zur Verfügung stellen. Dies sind jedoch keine Dauerlösungen und als Folge wird der Havaneser manchmal schweren Herzens abgegeben.

Allergien

Tierhaarallergien können vor der Anschaffung eines Hundes weitestgehend ausgeschlossen werden. Doch was, wenn plötzlich der neue Lebenspartner allergisch auf den Havaneser reagiert? Oder das neugeborene Baby Symptome zeigt? Auch bei Erwachsenen können Allergien noch sehr viel später entstehen, obwohl es früher nie Anzeichen oder Probleme gab.
Eine Desensibilisierung könnte helfen, die Allergie in den Griff zu bekommen und beschwerdefrei zu werden. Allerdings ist diese Therapie sehr langwierig und führt nicht immer zum gewünschten Ergebnis. Der eigenen Gesundheit (oder der eines anderen Familienmitglieds) zuliebe muss der Havi also mitunter abgegeben werden.

Überforderung

Mutter, Hausfrau, überfordert, Kind, Hund, Katze
Mutter, Hausfrau, überfordert, Kind, Hund, Katze

Zwar ist der Havaneser ein kleiner Hund, trotzdem hat er Ansprüche wie ein großer. Er möchte beschäftigt werden, spazieren gehen, braucht Zuwendung und Erziehung. Neben dem zeitlichen Aufwand, kommen zudem finanzielle Kosten auf die Besitzer zu und besonders bei Tierarztrechnungen kommt da gern mal eine höhere Summe zusammen.

Auch die Pflege des Hundes nimmt regelmäßig Zeit in Anspruch. Ganz zu schweigen von Einschränkungen bei Freizeit, Hobby und Urlaubsplanung. Es ist eine immense Verantwortung, einen Havaneser sein Eigen z u nennen und der Entschluss sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
Wer dies dennoch tut und den Hund aus einer Laune heraus kauft oder weil die Kinder es sich so sehr wünschen, steht oft schon bald vor Problemen und fühlt sich überfordert.

Die Ansprüche und der Aufwand wurden unterschätzt und eine artgerechte Haltung des Havanesers ist mitunter nicht möglich. Im schlimmsten Fall leidet die Gesundheit des Tieres darunter oder es entstehen „Unarten“, die wiederum zu noch größeren Problemen und noch mehr Überforderung führen können. Einige Besitzer fühlen sich auch krankheits- oder altersbedingt nicht mehr in der Lage, dem Havaneser gerecht zu werden.


Ich möchte oder kann meinen Havaneser nicht mehr behalten – Was kann ich tun?

Es ist absolut herzlos, einen Hund während der Urlaubszeit oder weil er unbequem geworden ist einfach auszusetzten. Der Vierbeiner sieht seine Menschen als Rudel und Familie an. Von ihnen verstoßen zu werden hinterlässt tiefe Spuren und kann den Hund regelrecht traumatisieren. Trotzdem passiert es jedes Jahr zuhauf, dass unbequem gewordene Haustiere auf der Straße landen.

Bitte den Hund auf keinen Fall einfach auf einem Rastplatz oder – schlimmer noch – einfach irgendwo anbinden, wo ihn womöglich niemand finden wird. Dies ist sehr traumatisch für den Vierbeiner. Ohne Futter und Wasser wird er wie Abfall abgeladen. Dann verschwindet sein Herrchen oder Frauchen und lässt ihn ganz allein zurück. Die Angst und Verzweiflung solcher Tiere ist kaum auszumalen. Wird der Hund gefunden, weigern sich viele Tiere traurigerweise zunächst den Platz zu verlassen, an dem sie im Stich gelassen wurden, da sie hoffen, dass ihre Familie doch noch zurück kommt. Im schlimmsten Falle fügt der Hund sich in Panik selbst Verletzungen zu oder verstirbt elendig, weil ihn keiner findet.

Auch das Aussetzen vor einem Tierheim ist keine gute Idee. Es erschwert dem Personal die Vermittlung des Hundes, da nichts über ihn bekannt ist. Fassen Sie sich ein Herz und geben Sie den Havaneser lieber persönlich im Tierheim ab. Dafür müssen Sie nur einen kleinen Unkostenbeitrag zahlen und niemand wird es Ihnen krumm nehmen, dass Sie eine neue Bleibe für Ihr Tier suchen.

Erzählen Sie alles, was Sie über die Vorgeschichte des Hundes wissen (Alter, Krankengeschichte, Unarten, Allergien, Futtervorlieben etc.) und übergeben Sie Papiere, Impfausweise und Ähnliches dem Tierheimpersonal. So ermöglichen Sie eine optimale Versorgung des Hundes gemäß seiner Besonderheiten und erleichtern die spätere Vermittlung und Eingewöhnung im neuen Zuhause enorm.

Noch besser wäre es natürlich, wenn Sie das Tierheim nur als letzten Ausweg für den Havaneser in Anspruch nehmen würden. Versuchen Sie erst einmal, den Hund über Webseiten und Kleinanzeigen selbst zu vermitteln. (Hier: Kostenlose Anzeige auf dieser Seite erstellen)  So bliebe der Havaneser zunächst bei Ihnen im gewohnten Zuhause und Sie können sich selbst ein Bild von den neuen Besitzern machen. Vielleicht bleiben Sie sogar in Kontakt und dürfen den Havi hin und wieder besuchen, wenn Ihnen dies ein Anliegen ist.

Auch Ihr ehemaliger Züchter könnte eine gute Anlaufstelle sein. Womöglich nimmt er den alten Schützling gern zurück oder hilft Ihnen eine neue Familie für ihn zu finden. Schauen Sie ruhig nach, ob es dazu eine Klausel im Kaufvertrag Ihres Havanesers gibt.


Wo finde ich einen Havaneser in Not?

Schön, wenn Sie sich entschlossen haben, einen Notfallhavaneser bei sich aufzunehmen und ihm ein endgültiges Zuhause geben möchten. Doch wo können Sie diese Notfelle finden?

  1. Besitzer suchen oftmals über private Kleinanzeigen Internet nach einem neuen Zuhause für ihren Havaneser. Manchmal bitten Sie auch den Tierarzt um Hilfe oder den ehemaligen Züchter.
  2. Das Schwarze Brett beim Tierarzt hat demnach häufig Gesuche und interessante Angebote. Sie können den Veterinär auch gezielt fragen, ob er von Abgabehunde weiß. Vielleicht ist ja ein Havaneser dabei.
  3. Tierheime sind meist übervoll (besonders zur Ferienzeit) und freuen sich über jeden Interessenten und abgegebenen Hund. Wenn es speziell ein Havaneser sein soll, so lohnt es sich, die Tierheime in der Umgebung vorab anzurufen und nach der Rasse zu fragen.
  4. Es gibt Tierschutzvereine, die gezielt mit Pflegestellen zusammen arbeiten und im Internet präsent sind.
  5. Im World Wide Web gibt es außerdem virtuelle Online-Tierheime, die per Kleinanzeigen Notfallhunde vermitteln. Oftmals sind dort auch Havaneser oder Havaneser-Mischlinge vertreten. In der Suchleiste einfach die gewünschte Rasse eingeben.
  6. Züchter haben manchmal auch ältere Hunde abzugeben, die nicht mehr für die Zucht zu gebrauchen sind oder von ehemaligen Besitzern zurückgegeben wurden. Diese Havaneser sind meist etwas günstiger, als ein Welpe vom gleichen Züchter.
  7. Tierschutzvereine aus dem Ausland haben ebenfalls Webseiten, die aktuelle Notfelle vorstellen und vermitteln möchten. Manchmal via Flugpaten.

Hier einige gute Anlaufstellen für Havaneser, aber auch andere Hunde in Not:


Straßenhunde aus dem Ausland

In vielen Ländern gehören sie zum alltäglichen Straßenbild: vierbeinige Streuner. Es handelt sich hierbei oft um Promenadenmischungen, die schon seit Generationen auf der Straße leben. Es finden sich jedoch immer mal wieder auch Rassehunde darunter, die von ihren Besitzern als lästig empfunden und ihrem Schicksal auf der Straße überlassen wurden.

Diese Hunde hatten noch nie ein schönes und warmes Zuhause und kennen nur den Überlebenskampf und die anstrengende Suche nach Futter. Tierschützer bemühen sich möglichst viele dieser Vierbeiner von der Straße zu holen, zunächst in Auffangstationen aufzupäppeln oder auf Pflegestellen unterzubringen und anschließend zu vermitteln. Anders als in Deutschland, erwartet manche Hunde jedoch ein trauriges Schicksal. Sind die Heime nämlich zu voll, wird zu drastischen Mitteln gegriffen und ein Teil der Tiere kurzerhand in Tötungsstationen eingeschläfert.

Um dies zu vermeiden, werden die Hunde auch ins Ausland vermittelt. Je nach Ursprungsland (z.B. Mallorcahunde oder Vierbeiner aus Griechenland) werden dazu Flugpaten für die glücklichen Vierbeiner gesucht, damit diese zu ihren neuen Familien reisen können (siehe: http://www.flugpate.com/).

Wer sich für einen Notfall-Havaneser aus dem Ausland interessiert, sollte sich bewusst machen, dass diese Hunde noch wenig bis nichts gelernt haben. Sie müssen erst die Regeln des Zusammenlebens mit Menschen erlernen, was viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Konsequenz erfordert. Es kann beispielsweise sehr lange dauern, bis so ein Notfall stubenrein wird oder locker an der Leine läuft.

Außerdem ist es eher selten, dass ausgerechnet genau die Rasse vermittelt wird, die Sie gerade suchen. Aber vielleicht verlieben Sie sich ja anstatt in einen Havaneser in Not in einen anderen süßen Hund?


Havaneser in Not zu verschenken?

Viele Tierschutzorganisationen finanzieren sich ausschließlich über Spenden und die engagierte Mitarbeit von freiwilligen oder ehrenamtlichen Helfern. Wird ein Tier vermittelt, ist dies ein kleines Erfolgserlebnis für alle Beteiligten und es kann ein neuer Notfall nachrücken. Dennoch können die Schützlinge nicht einfach an jedermann verschenkt oder der Havaneser kostenlos abgegeben werden. Eine Schutzgebühr und ein damit verbundener Schutzvertrag sollen also verschiedene Dinge sicherstellen:

  • Der Interessent möchte den Hund nicht nur aus einer Laune heraus erwerben
  • Finanzielle Mittel sind vorhanden
  • Bei Problemen muss der Havaneser an das Tierheim / die Pflegestelle zurück gegeben werden und darf nicht weiterverkauft werden
  • Der Hund wird nur kastriert abgegeben oder muss vom Käufer zeitnah kastriert werden (bei Welpen/Junghunden). So sollen „Hinterhofzüchter“ und „Vermehrer“ abgeschreckt bzw. der Hund für diese wertlos gemacht werden.

Die verlangte Schutzgebühr liegt dennoch oft weit unter dem Kaufpreis für einen reinrassigen Havaneser vom Züchter. Damit soll vor allem auch älteren Hunden oder etwas problematischen Vierbeinern eine Chance auf ein Zuhause gewährt werden.

Was bedeutet es einen Havaneser in Not zu kaufen?
Was bedeutet es einen Havaneser in Not zu kaufen?

Mit etwas Glück könnten Sie allerdings dennoch einen Havaneser geschenkt bekommen, und zwar von Privatpersonen, die Ihren Hund abgeben möchten. Muss das geliebte Haustier schweren Herzens an neue Menschen vermittelt werde, so ist manchmal die Chemie zwischen dem Havaneser und seinen neuen Besitzern wichtiger, als ein Gewinn. Hauptsache, seine neue Familie ist kompetent, liebevoll und der Vierbeiner findet ein endgültiges Zuhause auf Lebenszeit.


Welche Schwierigkeiten könnten bei einem Havaneser aus dem Tierschutz auftreten?

Ein Havaneser aus dem Tierschutz ist immer ein Hund mit Vorgeschichte. Und während einige vielleicht nur ein paar Tage auf ein neues Zuhause warten, hoffen andere Exemplare mitunter schon ewig. Dies hinterlässt dann zusätzlich Spuren. Nicht immer ist jedoch bekannt, was der Vierbeiner bereits alles erlebt und durchgemacht hat. Dies ist vor allem bei ausgesetzten Haustieren der Fall oder bei Straßenhunden aus dem Ausland.

Es können demnach einige Herausforderungen auf Sie als zukünftige Besitzer zukommen. Darum empfehlen Vermittlungsstellen häufig, dass eine gewisse Hundeerfahrung von Vorteil ist. Denn bei einem Havaneser in Not sollten Sie besonders einfühlsam sein, dem neuen Familienmitglied Sicherheit geben und ihm helfen über eine schlimme Zeit hinwegzukommen.

Havaneser in Not
Helfen Sie einem Havaneser in Not!

Bei der Abgabe durch Privatleute ist (sofern die Besitzer ehrlich sind) eigentlich die komplette Vergangenheit des Hundes bekannt. Bei Tieren aus dem Tierschutz kommt es auf die Umstände an. Bei Fundtieren ist oft nicht einmal das Alter bekannt, geschweige denn, etwas aus dem Leben des Vierbeiners. Mitarbeiter des Tierheims können allerdings nach einer Weile die Hunde meist ganz gut einschätzen und helfen sicherlich gerne, bei der Vermittlung in geeignete Hände.

Auch ein Havaneser auf einer privaten Pflegestelle gibt seiner „Familie auf Zeit“ Einblicke in seinen Charakter und in besondere Eigenheiten. Er lebt dort gut integriert und lernt den Alltag mit Menschen und manchmal auch anderen Tieren kennen.

Von der Pflegestelle erhalten Sie häufig Auskünfte über:

  • Charakter und Wesen des Havanesers
  • Sein (geschätztes) Alter
  • Sozialverhalten
  • Verträglichkeit mit Katzen und anderen Heimtieren
  • Ausbildungsstand (auch Stubenreinheit/Leinenführigkeit)
  • Kinderfreundlichkeit
  • Evtl. sind Vorbesitzer bekannt
  • Krankengeschichte/Gesundheitszustand
  • Spezielle Verhaltensweisen oder Unarten (z.B. Angst vor Männern, Kläffen, misstrauisch bei Fremden)

Was kann der Havaneser also alles erlebt und durchgemacht haben?

Einige Tiere wurden womöglich misshandelt oder vernachlässigt. Manchmal sind die Vierbeiner voller Parasiten, krank oder durch gewisse Erlebnisse stark traumatisiert (z.B. Verlust von Herrchen oder Frauchen). Es kann mitunter sehr lange dauern, ihr Vertrauen zu gewinnen. Manchmal ist der Hund skeptisch gegenüber Menschen und muss erst lernen, dass er bei ihnen gut aufgehoben ist.

Vielleicht ist der Havaneser auch extrem scheu, traut sich zunächst kaum aus seinem Körbchen heraus, meidet die Menschen und zeigt womöglich sogar aggressives Verhalten. In solch einem Fall, kann die Zusammenarbeit mit einem Hundetrainer bzw. einer Hundeschule Wunder wirken. Dies gilt ebenfalls, wenn der Havi wegen etwaiger Unarten abgegeben wurde, die der Hund natürlich nicht aus einer Laune heraus angenommen hat, sondern das Resultat einer schlechten oder fehlenden Erziehung sind.

Hat der Havaneser nämlich keinerlei anständige Erziehung genossen (beispielsweise auch bei Hunden von der Straße), so hat er natürlich weitere „schlechte Manieren“. Er ist beispielsweise nicht stubenrein oder zerstört Dinge in der Wohnung. Hier muss konsequent aber geduldig mit dem Hund gearbeitet werden. Schließlich lernt ein erwachsener Hanvaneser meist langsamer als ein Welpe und es bedarf mehr Wiederholungen.

Einige Havaneser könnten auch sehr trauern, wenn Sie aus dem Umfeld ihres ursprünglichen und gewohnten Rudels herausgerissen werden und es kann durchaus dauern, bis er sich in seine neue Familie einfügt und sich dort wohlfühlt. Geben Sie dem Havi Zeit und bedrängen Sie ihn nicht. Aber noch wichtiger: geben Sie Ihrem neuen Vertrauten eine feste Struktur, Routine an der er sich festhalten kann.

Zu guter Letzt sei aber noch erwähnt, dass es auch viele Havaneser in Not gibt, bei denen sich die Vorbesitzer um ein gutes neues Zuhause bemühen und den Vierbeiner in liebevollen Händen wissen wollen. Diese Hunde sind oft prima erzogen und bedürfen kaum besonderer Behandlung und brauchen auch kein spezielles Training. Abgesehen von der großen Traurigkeit, die es zu überwinden gilt, weil sie ihr altes Zuhause verlassen mussten.


Auch ein erwachsener Havaneser in Not möchte gern eine zweite Chance

Leider möchten viele ausschließlich einen Welpen, wenn es um die Anschaffung eines Hundes geht. Dabei haben ältere Vierbeiner meist ihre ganz eigenen Vorzüge. Viele haben zumindest eine gewisse Grunderziehung genossen und sind an die Regeln des Zusammenlebens mit Menschen gewöhnt. Sprich: Sie sind stubenrein, können eventuell auch mal ein paar Stunden alleine bleiben, kennen die Basiskommandos und wissen sich an der Leine zu benehmen.

Denn natürlich sind nicht alle Hunde aus dem Tierschutz traumatisiert oder werden als „Problemhunde“ abgegeben. Viele hatten eben einfach nur Pech. Und wer schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, ist leider für einige nicht mehr so interessant. Dabei hat der Havaneser eine schöne Lebenserwartung von 13 – 15 Jahren.

Zudem sind solche erwachsenen Notfelle oder gar Hundesenioren oft besonders dankbar und anhänglich. Und verdient nicht auch eine graue Schnauze ein warmes Zuhause und einen schönen Lebensabend bei Menschen, die ihn lieben?


Warum es sich lohnt, einem Havaneser in Not ein neues Zuhause zu schenken

Hunde aus dem Tierschutz sind, wenn sie sich einmal eingewöhnt und Vertrauen gefasst haben, meist sehr anhänglich, dankbar und lieb. Sie sind glücklich einen festen Platz in einem neuen Rudel gefunden zu haben und freuen sich über ein warmes Plätzchen und Hände, die sie pflegen und streicheln. Manchen Vierbeinern war dies jahrelang fremd, dass Menschen es gut mit ihnen meinen und sie nicht um ihr Futter kämpfen müssen.

Havaneser aus dem Tierschutz oder Tierheim
Der Havaneser aus dem Tierschutz oder Tierheim wird Ihnen sehr dankbar sein und ein treuer Begleiter und Freund sein.

Sie erhalten aber nicht nur die ewige Dankbarkeit und Liebe des kleinen Havanesers, sondern leisten einen enorm wichtigen Beitrag zum Tierschutz. Denn immerhin kann nur ein weiterer Hund auf ein neues Zuhause hoffen, wenn ein anderer bereits vermittelt wurde.

Sollten Sie einen Notfallhavaneser nicht permanent bei sich aufnehmen können, möchten aber dennoch helfen, so wären Sie vielleicht eine geeignete Pflegestelle. Doch Vorsicht: Es ist gar nicht mal so selten, dass Pflegestellen jämmerlich versagen. Am Ende ist an eine Abgabe manchmal gar nicht mehr zu denken, weil der kleine Kubaner die Herzen seiner Pflegefamilie heimlich, still und leise erobert hat.

Wer sich für einen Havaneser aus dem Tierschutz entscheidet, sollte dies tatsächlich immer mit ganzem Herzen tun. Seien Sie sich also vor der Adoption ganz sicher in Ihrem Entschluss, denn es wäre mehr als schade, wenn der kleine Havaneser eine erneute Enttäuschung erleben würde und ein weiteres Mal zum Notfall wird.

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