Havaneser Parasiten – Flöhe, Zecken, Milben, Gardien


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Floh & Co

Kein schöner Gedanke, dass sich auf oder im Havaneser lästige kleine Untermieter befinden könnten und sich dort ausbreiten. Trotzdem sollten sich Hundehalter mit dem Gedanken anfreunden, dass ihr Vierbeiner im Laufe seines Lebens wohl oder übel mit dem ein oder anderen Parasit in Kontakt kommen wird. Die Ansteckungswege für Floh und Co sind nämlich denkbar einfach und der Havaneser ist auf jeder Gassirunde einem gewissen Risiko ausgesetzt.

Havaneser im Rapsfeld
Die Gefahr für Zecken ist im hohen Gras und im Wald am größten.

Nicht immer macht sich ein Befall jedoch durch Symptome bemerkbar. Mit einigen Parasiten kann der Havaneser sogar sehr gut leben, ohne dass es ihn in irgendeiner Weise beeinträchtigt. Wurden die Plagegeister jedoch entdeckt, ist es in den meisten Fällen sehr einfach, Würmer, Zecken oder andere Parasiten wieder zu entfernen. Manchmal lässt sich eine Besiedelung sogar vorbeugend verhindern.

Eine zügige und gezielte Behandlung ist bei einem Befall jedoch dringend angeraten. Bleiben Parasiten beim Havaneser längere Zeit unbehandelt, so kann dies den Hund dauerhaft krank machen oder Langzeitfolgen nach sich ziehen. Sogar die Lebenserwartung kann hierdurch verkürzt werden.

Achten Sie also auf Symptome und kontrollieren Sie regelmäßig (z.B. bei der Fellpflege) ob Ihr Havaneser womöglich ungebetene Gäste hat. Je schneller Sie eine Wurm- oder Flohkur in die Wege leiten, umso unspektakulärer ist die ganze Geschichte und die Parasiten gehören schnell der Vergangenheit an.


Zecken können dem Havaneser gefährlich werden

Zecken besitzen 8 Beine und gehören zu den Spinnentieren. Sie ernähren sich vom Blut ihrer Wirtstiere und sind in der Regel nur wenige Millimeter groß. Allerdings können sie um ein Vielfaches anschwellen, nachdem sie eine Blutmahlzeit zu sich genommen haben.

Je nach Zeckentyp und Geschlecht, dauert eine Blutmahlzeit zwischen ein paar Stunden und mehreren Wochen. Vollgesogen lässt der Parasit schließlich vom Hund ab.

Zecken auf dem Havaneser
Zecken sind leider immer mehr auf dem Vormarsch. Kaum ein Hund wird davon verschont.

Zecken haben dabei zwei Strategien, um ein potenzielles Wirtstier ausfindig zu machen. So gibt es zum einen die Jäger, welche aktiv nach einem geeigneten Wirt suchen und sich fortbewegen. Zum anderen gibt es die Lauerer, welche geduldig warten, bis ein geeigneter Wirt vorbeistreift.

Zecken sind unter Hundebesitzern gefürchtet, weil sie eine ganze Reihe von Krankheiten übertragen können. Dazu zählen:

  • Babesiose
  • Borreliose
  • Zeckenfieber
  • FSME (Frühsommer Meningoenzephalitis)

Wie kommt die Zecke auf meinen Havaneser?

Meistens fängt sich der Havaneser einen „Lauerer“, wie etwa den Gemeinen Holzbock, ein. Diese Zecken sitzen beispielsweise auf Grashalmen und klammern sich am Hund fest, wenn dieser das Spinnentierchen im Vorbeigehen berührt.

Eine Ansteckung ist leider bei jedem Spaziergang möglich, da Zecken im Wald, auf Wiesen und Feldern, am Wegesrand und vielen weiteren Orten auf einen Wirt warten können. In der Stadt, wo es wenig Grünflächen gibt, ist eine Ansteckung etwas geringer.

Wie erkenne ich, ob mein Havaneser eine Zecke hat?

Zecken sind mit bloßem Auge sichtbar und zwar nicht erst, wenn sie vollgefressen und kugelrund sind. Auch Zecken, die es gerade erst auf den Hund geschafft haben, sind gut zu erkennen.

Der Vierbeiner selbst zeigt meist keinerlei Anzeichen eines Befalls, was auch darauf zurückzuführen ist, dass im Speichel der Zecke verschiedene Enzyme enthalten sind, die das Schmerzempfinden herabsetzen. Hat der Parasit jedoch an einer ungünstigen Stelle zugebissen, die der Havaneser als störend empfindet (z.B. Augenlid, Ohr, Lefzen), kann er dies durch Kratzen zum Ausdruck bringen.

Wie kann ich einem Zeckenbiss beim Havaneser vorbeugen?

Es dauert, bis die Zecke eine geeignete Stelle zum Blutsaugen gefunden hat. Schön dünn sollte die Haut dort sein, gut durchblutet, warm und feucht. Manchmal krabbelt sie dazu mehrere Stunden auf dem Wirt herum. Wer seinen Havaneser also regelmäßig (am besten nach jeder Gassirunde) nach den Parasiten absucht, hat gute Chancen, den Blutsauger zu erwischen, noch ehe er zubeißen konnte. Leider gestaltet sich die Zeckensuche je nach Fellfarbe, Haarlänge und Kooperation des Havanesers etwas schwierig.

Zeckenhalsband Gift
Zeckenhalsbänder und Puder enthalten Gifte. Keine gute Idee!

Neben der täglichen Kontrolle gibt es im Handel zudem eine ganze Reihe von Mitteln, die präventiv gegen Zecken eingesetzt werden können. Puder und Sprays wirken dabei meist nicht besonders lange und die Behandlung muss regelmäßig wiederholt werden. Außerdem ist darauf zu achten, dass Ihr Havaneser sich nicht das Fell leckt, nachdem er mit dem Abwehrmittel behandelt wurde. Ansonsten nimmt er die darin enthaltenen Nervengifte womöglich selbst auf.

Ein Spot-On (beim Tierarzt erhältlich) ist hingegen sehr effektiv. Es verhindert zwar meist nicht den Zeckenstich an sich, allerdings stirbt das Spinnentierchen kurz darauf ab. Manchmal fällt der tote Parasit allerdings nicht von selbst ab, sondern trocknet aus und muss mit einer Zeckenzange nachträglich entfernt werden.

Viele Hundebesitzer schwören zudem auf Knoblauch, wenn es um die Bekämpfung von Parasiten beim Havaneser und insbesondere Zecken geht. Ein wenig Knobi unters Futter gemischt und schon sollen die lästigen Plagegeister um den Havaneser einen großen Bogen machen.

Doch Vorsicht: Knoblauch ist nicht ganz ungefährlich und kann in zu hohen Dosen durchaus schädlich für Ihren Vierbeier werden, denn er ist für Hunde giftig. Da der Havaneser ein kleiner Hund ist und schon geringere Mengen Schaden anrichten könnten, sollten Sie diese Form der Präventivmaßnahme besser mit einem Tierarzt absprechen.

Ist ein Zeckenhalsband für den Havaneser sinnvoll?

Zeckenhalsbänder (und übrigens auch Flohhalsbänder) gelten als umstritten. Sie schützen zwar in der Regel sehr zuverlässig vor Parasiten, haben jedoch auch eine ganze Reihe von Nachteilen, die es zu bedenken gilt. Eine Nutzung sollte darum am besten nur in besonders gefährdeten Gebieten erfolgen.

  • Das im Halsband befindliche Nervengift wird kontinuierlich an den Hund abgegeben, da er es 24 Stunden am Tag tragen muss, um vor Parasiten geschützt zu sein.
  • Der Kontakt mit dem Halsband ist auch für andere Hunde (z.B. beim Spielen) und natürlich den Menschen nicht ganz unbedenklich.
  • Besonders gefährdet sind Kinder, die sich nach dem Spielen und Kuscheln mit dem Havaneser womöglich nicht die Hände waschen oder diese anschließend in den Mund stecken.
  • Baden in See, Teich oder Fluss sollte unterbunden werden, wenn der Havaneser ein Zeckenhalsband trägt. Umweltschädliche Giftstoffe könnten sonst in den Wasserkreislauf gelangen.
  • Auch zu Hause darf der Havi nicht baden, solange er das Halsband trägt.

Benötigt mein Havaneser eine Borreliose-Impfung?

Diese gefürchtete Krankheit kann durch eine Impfung nur bedingt verhindert werden, denn der verwendete Impfstoff schützt nicht vor allen Erregerarten. Darum wird die Borreliose-Impfung auch nicht standardmäßig verabreicht und sie verhindert natürlich außerdem nicht den eigentlichen Zeckenbiss, sondern nur den Ausbruch der Krankheit.

Zeckengefahr Wald
Besonders gerne halten sich Zecken im Wald und hohen Sträuchern auf.

Ob Ihr Havaneser geimpft werden sollte, besprechen Sie am besten mit einem Tierarzt und hängt sicherlich auch davon ab, ob Sie in einem besonders gefährdeten Gebiet leben und die Gefahr einer Ansteckung durch Zecken erhöht ist.

Wie kann ich eine Zecke bei Havaneser sicher entfernen?

Benutzen Sie niemals die Finger, um eine Zecke vom Havaneser zu entfernen. Zumindest dann nicht, wenn sich der Parasit schon festgebissen hat. Krabbelt das Spinnentierchen hingegen noch munter auf der Suche nach einer geeigneten Stelle herum, dürfen es notgedrungen durchaus die Finger sein. Besser ist jedoch, Sie benutzen eine spezielle Zeckenzange, Zeckenkarte oder einen Haken. Eine normale Pinzette geht natürlich auch.

Setzten Sie das Hilfsmittel Ihrer Wahl dicht an der Haut an und versuchen Sie den Kopf der Zecke zu fassen. Erwischen Sie nämlich den Körper, wird dieser gequetscht und der Mageninhalt mit möglichen Bakterien, Viren und anderen Krankheitserreger entleert sich in den Blutkreislauf des Hundes. Oder Sie reißen den Körper womöglich versehentlich ab, was ebenfalls nicht wünschenswert ist.

Falls Sie gehört haben, dass Zecken am besten mit einer Drehbewegung entfernt werden: Vergessen Sie’s! Hauptsache, Sie sind nicht zimperlich und ziehen die Zecke mit einer gleichmäßigen und schnellen Bewegung heraus. Stress beim Spinnentierchen sorgt nämlich für das vermehrte Absondern von Speichel und erhöht die Gefahr einer Infektion mit Keimen.

Bitte verwenden Sie keinen Kleber, Öl, Nagellack oder sonstige Hausmittel, um eine Zecke zu entfernen. Dies schaden oftmals mehr, als das es tatsächlich nutzt.

Was sollte ich tun, wenn der Kopf der Zecke stecken bleibt?

Kein Grund zur Sorge. Ist das Malheur passiert und der Körper ist abgerissen, sollten Sie zunächst mit einer Pinzette versuchen, den Kopf nachträglich zu entfernen. Bleibt der Versuch erfolglos, merken Sie sich die Biss-Stelle und halten Sie diese die nächsten Tage gut im Auge.

Manchmal wird der Zeckenkopf einfach von der Haut des Hundes abgestoßen. Möchten Sie den Parasit lieber sofort komplett entfernt haben oder der Kopf fällt nicht von allein ab, so suchen Sie einen Tierarzt auf. Dies gilt natürlich auch, falls die Stelle anschwillt oder Sie eine Rötung der Haut bemerken.

Zeckenkopf bleibt in der Haut stecken
Wenn der Zeckenkopf stecken bleibt beobachten Sie bitte die Stelle sehr gut und achten Sie darauf ob sich eine Entzündung entwickelt!

Würmer beim Havaneser können auch dem Menschen gefährlich werden

Der Havaneser kann sich mit vielen unterschiedlichen Wurmarten anstecken. Dazu zählen beispielsweise:

  • Rundwürmer (Hakenwurm, Spulwurm)
  • Bandwürmer (Fuchsbandwurm, Hundbandwurm)
  • Herzwürmer
  • Fadenwürmer (Lungenwurm, Peitschenwurm)

Die meisten dieser Parasiten besiedeln als ausgewachsene Würmer den Darm des Hundes, allerdings gibt es Ausnahmen. Einige Wurmarten können auch Organe des Havanesers befallen und dort großen Schaden anrichten. Dazu zählen unter anderem die Herz- und Lungenwürmer. Im Larvenstadium können jedoch auch andere Wurmarten in diverse Organe vordringen, ehe es sich die adulten Stadien im Verdauungstrakt bequem machen.

Hundespulwurm
Hundespulwurm

Zum Glück ist ein Wurmbefall beim Havaneser in den meisten Fällen nicht lebensbedrohlich. Unbehandelt kann eine Besiedelung jedoch zum Problem werden, da dem Hund wichtige Nährstoffe entzogen werden. Eine Mangelernährung kann die Folge sein und auch Blutarmut kann auftreten.

Außerdem sollten sich Besitzer im Klaren darüber sein, dass einige Wurmarten auch den Menschen als Wirt nutzen können. Insbesondere Kinder sind gefährdet da sie oft einen engen Kontakt zum Hund pflegen und noch nicht selbst ausreichend auf eine gute Hygiene achten.

Wie steckt sich mein Havaneser mit Würmern an?

Es gibt unterschiedliche Übertragungswege und leider ist eine Ansteckung sehr einfach. Ihr Havaneser kann prinzipiell auf jeder Gassirunde mit Würmern in Kontakt kommen.

Sogar Sie als Besitzer sind eine Gefahrenquelle, denn Sie könnten Wurmeier oder Larven beispielsweise mit den Schuhen ins Haustragen.

Ansteckungswege:

  • Fressen von Kot infizierter (Wild-)Tiere und anderer Hunde
  • Fressen von Aas
  • Rohes Fleisch als Futterquelle (Bandwurminfektion)
  • Infektion mit Bandwürmern durch Flöhe
  • Generelles Schnüffeln auf Spaziergängen (Achtung: Selbst wenn Kothaufen gewissenhaft aufgesammelt werden oder der Haufen als solcher gar nicht mehr erkennbar ist, können Eier am Boden haften bleiben.)
  • Ansteckung über die Mutterhündin noch im Mutterleib oder später durch die Milchdrüsen beim Säugen (gilt für Spul- und Hakenwürmer).
  • Infektion über die Haut (gilt für Larven von Hakenwürmern)
  • Befall mit Herzwürmern als Folge eines Mückenstichs (gilt weitestgehend für Notfallhunde aus dem Mittelmeerraum oder Hunde, die dorthin mit in den Urlaub genommen wurden)
  • Wurmeier, die im Fell haften, können bei der Fellpflege bzw. durch Belecken oral aufgenommen werden. Auch beim Toben mit Artgenossen kann es so zu einer Ansteckung kommen.
Havaneser - Wurmbefall - Würmer
Wurmbefall – Würmer: So fängt sich Ihr Havaneser einen Wurm ein.

Wie erkenne ich, ob mein Havaneser Würmer hat?

Ein Hund mit einer guten Immunabwehr, welcher nur von wenigen Parasiten befallen ist, zeigt oftmals keinerlei Symptome und ist beschwerdefrei. Welche Anzeichen Ihr Havaneser also möglicherweise zeigt, hängt also von seinem Gesundheitszustand ab, seinem Alter ab und der Wurmart, von der er heimgesucht wurde.

Symtome für einen Wurmbefall können sein:

  • Gewichtsverlust trotz guter Futteraufnahme
  • Husten
  • Erbrechen (bei starkem Befall werden sogar Würmer erbrochen)
  • Blutarmut
  • Schwäche und Abgeschlagenheit
  • Würmer werden ausgeschieden (gilt besonders für reiskornartige Glieder des Bandwurms)
  • Juckreiz am After, den der Hund mit „Schlittenfahren“ oder dauerndem Lecken zu mildern versucht
  • Durchfall (manchmal sogar blutig)
  • Darmentzündungen
  • Aufgeblähter Bauch (besonders bei Welpen zu beobachten)
  • Darmverschluss
  • Fellprobleme
  • Regelmäßig untersuchte Kotproben können einen Befall früh entdecken

Kann ich einem Wurmbefall vorbeugen?

Einen absolut sicheren Schutz vor den Plagegeistern gibt es leider nicht. Jedoch können Sie einiges unternehmen, um das Risiko eines Wurmbefalls zu minimieren:

  • Das Wälzen in Aas oder Kot sollte unterbunden werden
    Falls Ihr Havaneser gern die Hinterlassenschaften anderer Tiere frisst, sollte dies dringend abtrainiert oder durch einen Maulkorb verhindert werden.
  • Jeder Hundehalter, sollte den Kot seines Hundes stets aufsammeln, um eine Ansteckung mit Würmern
  • Hatte der Havaneser vor kurzem Flöhe, sollte einige Zeit nach der Flohkur auch eine Entwurmung erfolgen, da Flöhe Bandwürmer übertragen können.
  • Der Havi hat eigentlich keinerlei Jagdtrieb. Achten Sie trotzdem darauf, dass er keine Kleintiere, wie z.B. Mäuse frisst.
  • Reinigen Sie Futternäpfe täglich mit heißem Wasser
  • Achten Sie bei Pflegeutensilien auf Sauberkeit und reinigen Sie Bürsten, Kämme und Co regelmäßig.
  • Auch sämtliches anderes Zubehör für den Hund (wie Leinen oder Spielzeug) sollte gepflegt werden.
  • Waschen Sie Hundedecken und Schlafplätze regelmäßig heiß in der Maschine.
  • Desinfizieren Sie auch die Transportbox bei Bedarf
  • Kranke, unbekannte und streunende Hunde sollten gemieden werden
  • Gebe Sie regelmäßig Sammelkotproben (Kot von mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen) Ihres Havanesers beim Tierarzt ab und lassen Sie bei Bedarf entwurmen.
  • Fragen Sie den Tierarzt ansonsten nach empfohlenen Entwurmungsintervallen. Meist wird zu einer vierteljährlichen Wurmkur geraten.

Wie oft braucht mein Havaneser eine Wurmkur?

Dies kommt darauf an, wie der Hund gehalten wird und welche Gewohnheiten er besitzt. Frisst er beispielsweise beim Spaziergang gerne Exkremente von diversen Tieren, wälzt sich in Aas oder Ähnliches, ist der Havaneser sicherlich stärker gefährdet, sich mit Würmern anzustecken, als andere Vierbeiner und sollte engmaschig entwurmt werden. Regelmäßige Wurmkuren sind ebenfalls angeraten, wenn der Hund mit Kindern zusammen lebt, oder mit alten oder immungeschwächten Menschen. Der Tierarzt empfiehlt dann womöglich eine monatliche Kur, um das Risiko gering zu halten.

Wie häufig benötigt mein Havaneser eine Wurmkur?
Wie häufig benötigt mein Havaneser eine Wurmkur?

Ohne ein erhöhtes Risiko für Würmer wird eine Wurmkur jedoch nur vierteljährlich empfohlen. Leider bekämpft das verabreichte Medikament nur einen akuten Befall und hat keine Langzeitwirkung. Schon kurz nach der Kur kann sich der Havaneser darum bereits wieder mit Würmern infizieren. Allerdings sorgt eine regelmäßige Entwurmung dafür, dass es die aufgenommenen Eier nicht bis zum adulten Stadium schaffen und unterbricht somit den Lebenszyklus der Würmer.

Meistens wird eine Wurmkur als Tablette verabreicht. Viele Besitzer verstecken das Medikament in einem schmackhaften Bissen, wie einem Stückchen Käse oder etwas Leberwurst. Falls Ihr Havaneser es jedoch schafft, die Tablette immer wieder auszusortieren, kann der Tierarzt weiterhelfen. Ansonsten gibt es nämlich auch Wurmkuren als Injektion oder Paste. Letzteres wird häufig bei Welpen angewandt.

Wer seinem Vierbeiner die Medikamentengabe ersparen möchte und nur im Bedarfsfall eine Wurmkur verabreichen will, sollte vierteljährlich eine Sammelkotprobe beim Tierarzt abgeben und auf die Parasiten untersuchen lassen. Allerdings gibt diese Untersuchung keine hundertprozentige Sicherheit.

Der Hund kann bereits Wurmeier aufgenommen haben, zeigt jedoch noch keinerlei Anzeichen dafür in seinen Ausscheidungen. So wiegt sich sein Besitzer in Sicherheit, dabei kann es kurze Zeit später zu einer Besiedelung des Darmes kommen.

Wichtig:

  • Sind Würmer oder Wurmsegmente im Kot sichtbar oder würgt der Havaneser die Parasiten hervor, ist ein Befall schon sehr weit fortgeschritten bzw. außer Kontrolle geraten. Suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf, damit es zu keinen Langzeitschäden beim Hund kommt und dieser schnell von den Plagegeistern erlöst wird.
  • Leben mehrere Hund oder auch Katzen gemeinsam mit dem infizierten Havaneser in einem Haushalt, sollten immer alle Tiere gleichzeitig entwurmt werden, damit es zu keinem Ping-Pong-Effekt kommt und die Vierbeiner sich immer wieder gegenseitig anstecken.

Brauchen Havaneser Welpen eine Wurmkur?

Welpen sind in besonderer Weise gefährdet, da ihr Immunsystem noch unzureichend arbeitet und ein Wurmbefall darum schnell zur ernsthaften Bedrohung werden kann. Außerdem können sie sich bereits im Mutterleib mit Würmern anstecken (Spul- oder Hakenwürmer) oder diese nach der Geburt durch die Muttermilch aufnehmen.

Darum bekommt die Zuchthündin noch einmal vor dem eigentlichen Deckakt eine Wurmkur verabreicht. Zwei Wochen nach der Geburt ihrer Welpen werden sie und der Wurf dann schließlich noch einmal gemeinsam behandelt, und zwar alle vierzehn Tage, bis zur 12. Lebenswoche.


Hilfe, mein Havaneser hat Flöhe!

Flöhe ernähren sich vom Blut ihres Wirtes und sind zwischen 2-4 mm groß. Sie sind flügellos, haben einen seitlich abgeplatteten Körper und sind von bräunlicher Farbe. Die Sprungkraft des Hundeflohs ist bemerkenswert. Er bringt es auf bis zu einem halben Meter. Auf den Menschen siedelt dieser Parasit nur selten über, beispielsweise, wenn der Hund überaus stark befallen ist.

Floh - Flöhe - Havaneser
Die Sprungkraft des Hundeflohs ist bemerkenswert. Er bringt es auf bis zu einem halben Meter.

Der Havaneser kann sich hingegen über Artgenossen mit den kleinen Plagegeistern anstecken. Dafür ist ein direkter Kontakt gar nicht nötig, da die Flöhe einfach auf den neuen Wirt hüpfen können. Auch Igel sind eine Übertragungsquelle. Wälzt sich Ihr Havaneser zum Beispiel in einem Laubhaufen, in dem sich zuvor ein Igel aufgehalten hat, kann er sich ebenfalls Flöhe einfangen.

Doch nicht immer erfolgt eine Ansteckung von Tier zu Tier. Ihr Havaneser kann auch nach einem Spaziergang durch den Wald oder über Wiesen Flöhe mit nach Hause schleppen. Selbst Sie als Besitzer könnten die Parasiten mit der Kleidung oder den Schuhen in die eigenen vier Wände tragen.

Igel haben oft Flöhe an Bord.
Igel haben oft Flöhe an Bord.

Wie erkenne ich, ob mein Havaneser Flöhe hat?

  • Flöhe sind mit bloßem Auge sichtbar. Je nach Fellfarbe Ihres Havanesers könnte Ihnen ein Floh darum zufällig bei der Pflegeroutine auffallen.
  • Durch gezieltes Absuchen des Havanesers mittels Flohkamm.
  • Dauerndes Kratzen
  • Der Hund wirkt unruhig oder nervös
  • Kahle Stellen im Fell
  • Es kann zu allergischen Reaktionen kommen (Flohspeichelallergie)
  • Permanentes Lecken
  • Mitunter kratzen Hunde sich die Haut blutig.
  • Ausdauerndes und ständiges Beknabbern der Pfoten
  • Der Havaneser knibbeln mit den Zähnen unablässig im Fell

Wer seinen Hund regelmäßig mit einem Flohkamm kämmt und kontrolliert, erwischt manchmal die adulte Tiere, die sich in den Zinken verfangen. Falls Sie keinen dieser Plagegeister finden, heißt dies jedoch noch lange nicht, dass Ihr Havaneser keine Flöhe hat. Manchmal werden Sie nur eine krümelige schwarze Substanz im Kamm bemerken. Ist dies der Fall, so klopfen Sie den Kamm auf einem angefeuchteten Papier aus. Färben sich die Krümel dort rötlich, so handelt es sich um Flohkot und Sie können sicher sein, dass Ihr Vierbeiner befallen ist. Die Rotfärbung kommt dadurch zustande, dass der Kot unverdautes Blut seines Wirtes enthält.

Flohkamm
Flohkamm

Wie werden Flöhe beim Havaneser behandelt?

Flöhe verursachen einen unerträglichen Juckreiz beim Havaneser, darum sollten Sie rasch handeln und Ihren Vierbeiner von den Plagegeistern erlösen. Allerdings besiedeln nur die ausgewachsenen Flöhe den Hund. Larven und Eier hingegen befinden sich in der unmittelbaren Umgebung und zwar bevorzugt auf den Schlaflagern des Hundes. Aber gerne auch an anderen Orten, wo es warm ist und die einen gewissen Schutz bieten, wie Wohntextilien, Vorhänge, Kissen, Sofa, Matratze oder Ähnliches. Ein guter Grund übrigens, den Havaneser nicht im eigenen Bett schlafen zu lassen.

Wer präventiv einen Flohbefall vermeiden möchte oder es nur mit einem leichten Befall zu tun hat, kann den Havaneser regelmäßig mit einem Flohshampoo behandeln oder ihn mit Flohpuder (z.B. auf Basis von Kieselerde) bis auf die Haut einreiben. Ein Flohhalsband wirkt ebenfalls vorbeugend gegen die lästigen Biester und wird besonders gern im Herbst während der „Flohhochsaison“ eigesetzt. Es gilt jedoch (genau wie das Zeckenhalsband) als nicht ganz unbedenklich.

Ist der Befall jedoch schon fortgeschritten, so sollten Sie nicht lange rumprobieren, sondern ein effektives Spot-On bei Ihrem Tierarzt besorgen. Dieses wird dem Havaneser in den Nacken geträufelt. Dabei sollte das Wirkungsmittel unbedingt bis auf die Haut gelangen. Darum also die Haare etwas scheiteln und den Inhalt der Pipette direkt auf die Haut entleeren. Das Mittel verteilt sich von dort über den ganzen Hund. So werden alle adulten Flöhe binnen 24 Stunden erfolgreich abgetötet. Die Wirkung hält oft mehrere Wochen an und tötet manchmal sogar noch andere Ektoparasiten ab, wie beispielsweise Milben.

Wichtig: Nach der Behandlung mit einer Flohkur, sollte der Havaneser nach etwa einer Woche auch eine Wurmkur erhalten, da Flöhe Bandwürmer übertragen können.

Wie bekomme ich meinen Haushalt wieder flohfrei?

  • Fußböden täglich heiß wischen und gut absaugen
    Wohntextilien regelmäßig in der Maschine waschen bei höchstmöglichen Temperaturen
  • Was nicht gewaschen werden kann, kommt über Nacht in die Gefriertruhe
  • Matratzen, Teppiche, Couch etc. absaugen und den Staubsaugerbeutel hinterher sofort entsorgen.
  • Hundenäpfe mit heißem Wasser reinigen
  • Hundedecken/Hundebett sollte bestenfalls waschbar sein und regelmäßig in der Waschmaschine landen.
  • Umgebungsspray für schwer erreichbare Stellen verwenden oder einen Dampfreiniger benutzen
  • Behandeln und reinigen Sie auch sämtliches Zubehör des Hundes, wie Bürsten, Leinen oder die Transportbox.
  • In besonders hartnäckigen Fällen können in der Wohnung sogenannte „Fogger“ zum Einsatz kommen. Sie töten neben den adulten Tieren auch alle anderen Stadien des Flohs ab. Jedoch müssen Sie den Wohnraum für mehrere Stunden verlassen. Dafür hält die Wirkung jedoch bis zu 6 Wochen an.

Milbenbefall beim Havaneser

Milben zählen genau wie Zecken zu den Spinnentieren. Es kann leider gleich eine ganze Reihe von Milbenarten den Hund als Wirtstier benutzen. Darunter beispielsweise Grabmilben, Grasmilben oder Haarbalgmilben. Einige Milben können dabei Krankheiten auslösen, wie etwa Räude oder Demodikose. Beides sind Hauterkrankungen, die mit starkem Juckreiz und Haarausfall einhergehen.

 

Kreislauf Milbe von den Eier zur Milbe
Kreislauf Milbe von den Eier zur Milbe

Wie erkenne ich einen Milbenbefall beim Havaneser?

Wie sich eine Besiedelung mit Milben äußert kann je nach Milbenart unterschiedlich sein. Die Sarcoptes Räude beginnt zum Beispiel meistens an den Ohrrändern und im Gesicht. Von anderen Arten werden bevorzugt Bauch oder Zehenzwischenräume besiedelt. Auch die Schenkelinnenseiten sind häufig betroffen oder die Läufe.

Bedauerlicherweise zeigen einige Hunde keinerlei Symptome für einen Befall. Ist der Havaneser fit und bei guter Gesundheit, so beeinträchtigen ihn die kleinen Parasiten oft nicht einmal. Kämpft der Vierbeiner allerdings gerade mit einer Krankheit oder machen ihm andere Schmarotzer, wie etwa Würmer zu schaffen, so kann es zu einer explosionsartigen Vermehrung der Milben kommen. In diesem Fall, können sich unter anderem folgende Symptome zeigen:

  • Beknabbern der Pfoten
  • Starker Juckreiz
  • Pusteln/Quaddeln
  • Schuppen
  • Verhornung
  • Ekzeme
  • Haarausfall (oft nur lokal)
  • Permanenten Kratzen und Lecken
  • Wunden, die durch das häufige Kratzen selbst zugefügt wurden

Wie kann ich Ohrmilben beim Havaneser behandeln?

Hat Ihr Havaneser Ohrmilben, sollten Sie gar nicht erst versuchen, mit Hausmittelchen gegen die Parasiten anzukämpfen. Fahren Sie sofort zum Tierarztpraxis und lassen Sie den Profi ran. Der Tierarzt wird das Ohr Ihres Hundes zunächst reinigen und desinfizieren. Anschließend bekommt der Havaneser ein Medikament ins Ohr. Meist Tropfen oder eine Salbe. Der darin enthaltene Wirkstoff tötet die Parasiten zuverlässig ab. Hat der Vierbeiner zusätzlich eine Entzündung (durch das viele Kratzen), so bekommt er außerdem ein Antibiotikum. Gegen den lästigen Juckreiz wird hingegen manchmal Cortison verschrieben.

Eine Besiedlung des Ohrs mit Milben ist häufig leicht zu erkennen. Ihr Havaneser wird vermutlich auffällig oft den Kopf schütteln und sich an den Ohren kratzen. Vielleicht hält er den Kopf auch etwas schief. Ist der Befall schon stärker fortgeschritten, kann es sogar zu Gleichgewichts- und Koordinationsproblemen kommen. Sie als Besitzer werden in den Lauschern Ihres Hundes hingegen ein krümeliges und schwarzbraunes Sekret entdecken oder Ihr Havaneser hat zusätzlich kleinere Wunden oder gar Entzündungen in den Ohren.

Werden Ohrmilben sehr spät oder gar nicht behandelt, kann dies unangenehme Nebenwirkungen und Langzeitfolgen nach sich ziehen. Mittelohrentzündungen können vorkommen sowie anhaltende Gleichgewichtsstörungen. Im schlimmsten Fall aber könnte der Havaneser taub werden.


Giardien beim Havaneser

Giardien sind einzellige Darmparasiten, die sich an die Schleimhaut des Dünndarms anhaften und es sich dort gemütlich machen. Der Ansteckungsweg erfolgt fäkal-oral. Giardien werden nämlich mit dem Kot ausgeschieden und können als Zysten im Idealfall mehrere Wochen bis Monate überleben. Sie befinden sich also selbst dann noch in der Umwelt, wenn von dem einstigen Kothaufen schon lange nichts mehr zu sehen ist. Eine Ansteckung kann auch über Aas erfolgen oder durch verunreinigtes Wasser oder Futter, das aufgenommen wird.

Giardien Havaneser
Giardien unter dem Elektronenmikroskop

Da es sich bei Giardien um eine Zoonose handelt, ist eine Ansteckung des Menschen durch seinen Hund durchaus denkbar. Tatsächlich ist die Gefahr aber oft geringer als gedacht, denn Giardien sind meistens auf einen speziellen Wirt fokussiert. Arten, die den Hund besiedeln, gehen selten auf den Menschen über und umgekehrt. Ein Risiko besteht natürlich trotzdem.

Viele ansonsten gesunde Hunde zeigen keinerlei Symptome bei Giardien. Ihnen scheinen die kleinen Untermieter nichts auszumachen. Andere Vierbeiner wiederum haben recht unspezifische Symptome, die auch anderen Krankheiten zugeordnet werden können. Manchmal sind Giardien darum eine Ausschlussdiagnose. Bei Verdacht auf die Einzeller gibt es allerdings Schnelltests, die den Befund minutenschnell sichern oder entkräften können.

Meist zeigen solche Hunde Anzeichen für einen Befall, die krank oder anderweitig immungeschwächt sind oder ein noch unausgereiftes Immunsystem haben (Welpen). Zu den Symptomen zählen:

  • Hartnäckige und immer wiederkehrende Durchfälle
  • Blutbeimengungen im Kot oder Schleim
  • Bauchschmerzen und Krämpfe
  • Fressunlust
  • Fettkot
  • Gewichtsverlust
  • Wässriger Durchfall oder ungeformter gelblicher Kot, der schrecklich stinkt
  • Würgen und/oder Erbrechen

Wie wird mein Havaneser bei Giardien behandelt?

Hat der Tierarzt einen Giardienbefall via Test bestätigt, so wird er eine spezielle Wurmkur verabreichen, welche auch die kleinen Einzeller im Darm vernichtet. Momentan gibt es dazu zwei Wirkstoffe auf dem Markt: Fenbendazol und Metronidazol. Ist der Hund nach der ersten Anwendung nicht wieder symptomfrei, so wird die Behandlung ein weiteres Mal wiederholt, denn Giardien können sich in die Galle zurückziehen und dort überleben. Es kann zudem helfen, den Havaneser regelmäßig zu baden, damit mögliche im Fell befindliche Zysten abgewaschen werden.

Außerdem ist Hygiene im Haushalt sehr wichtig und es gelten ähnliche (wenn auch nicht ganz so drastische) Ratschläge, wie bei einem Flohbefall. In erster Linie geht es nämlich darum, den Havaneser vom Durchfall zu befreien und ihn beschwerdefrei und symptomlos zu bekommen. Um die Ansteckung anderer Tiere zu verhindern, sollten Sie allerdings auf Spaziergängen darauf achten, die Kothäufchen Ihres Havanesers besonders gewissenhaft und restlos aufzusammeln.


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