Havaneser Futter und Ernährung


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Havaneser Ernährung

Eine ausgewogene und artgerechte Ernährung des Havanesers ist ein essentieller Baustein zu einem gesunden und glücklichen Leben. Schließlich führt eine zu einseitige oder ungesunde Ernährungsweise schnell zu Krankheiten, Gewichtsproblemen, Mangelerscheinungen oder Allergien. Trotzdem erhalten viele Havaneser tagein tagaus stets das gleiche Futter ohne wirkliche Abwechslung im Napf. Dies ist nicht nur langweilig für den Vierbeiner, sondern oft auch nicht förderlich für die Gesundheit.

Dabei geht der Trend aber mittlerweile bei vielen Haltern weg von industriell gefertigtem Futter und zurück zur Rohfütterung. Hier bestimmt der Besitzer selbst, was der Hund frisst und alle Bestandteile der Ernährung sind bekannt. Diese Fütterungsart gilt als besonders artgerecht und abwechslungsreich. Doch natürlich kann der Havaneser auch mit anderen Methoden ausgewogen ernährt werden. Sofern Sie auf hochwertige Produkte zurückgreifen, welche den Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen.

Denn nur, wer seinen Havaneser gesund ernährt, gewährleistet optimale Voraussetzungen für sein Wohlbefinden, ein starkes Immunsystem, hohe Leistungsfähigkeit und gute Fitness. Darüber hinaus verlängert eine ausgewogene Ernährung die Lebenserwartung.

Welches Futter für meinen Havaneser?
Welches Futter für meinen Havaneser?

Woran erkenne ich einen optimal ernährten Havaneser?

Durch das üppige Haarkleid ist nicht immer sofort ersichtlich, ob der Havaneser zu dick oder zu dünn ist. Sein Gewicht sollte jedoch je nach Größe (laut Rassestadard 21-29 cm) zwischen 5 und 7 Kilogramm liegen. Ein eher kleiner Havi mit 21 cm, der die 7-Kilogramm-Marke geknackt hat, wäre demnach zu dick und ein großer Rassevertreter mit 5 kg schon zu dünn. Ein erster Anhaltspunkt, ob Ihr Hund gut ernährt wird, liefert also die Waage.

Doch es gibt noch mehr Anzeichen, für eine optimale Ernährung des Havanesers:

Anzeichen für eine gute Ernährung

  • Schönes, glänzendes Fell
  • Keine Haut- oder Fellprobleme
  • Geringer Kotabsatz (Hinweis auf wenig Füllstoffe im Futter)
  • Wenig Zahnstein
  • Kaum Mundgeruch
  • Rippen sind bei leichtem Druck zu tasten
  • Größe und Gewicht harmonieren
  • Der Havi ist aktiv, konzentriert und ausdauernd
  • Der Havaneser frisst das angebotene Futtern gern

Anzeichen für falsche Ernährung sind hingegen

  • Haarausfall
  • Glanzloses, stumpfes Fell
  • Allergien
  • Organschäden
  • Probleme mit dem Bewegungsapparat
  • Übergewicht/Untergewicht
  • Juckreiz
  • Viel Kotabsatz
  • Verdauungsprobleme
  • Brauner Zahnstein/schlechte Zähne

Bei vielen dieser Probleme wird nicht immer gleich auf eine minderwertige oder falsche Ernährung geschlossen. Vermutlich, weil sich Schädigungen durch schlechtes Futter oft erst nach Jahren zeigen. Dabei sind insbesondere Allergien stark auf dem Vormarsch, meist bedingt durch Fertigfutter, welches Zusatzstoffe enthält, die oftmals nicht ausreichend gekennzeichnet sind. Eine Ausschlussdiät entlarvt zwar manchmal den Übeltäter, gestaltet sich aber mühselig.

Eine Fütterungsart mit wenig Allergiepotenzial ist BARF (siehe unten).


Wie viel frisst ein Havaneser?

Für den Havaneser müssen sicherlich keine Unsummen ausgegeben werden, wenn es um seine Ernährung geht. Der kleine Kubaner benötigt pro Mahlzeit keine riesigen Mengen. Wie viel er aber tatsächlich benötigt, hängt von diversen Faktoren ab:

  • Fütterungsart
  • Alter
  • Aktivitätsgrad
  • Einsatzgebiet
  • Gesundheitszustand
  • Aktuelles Gewicht
  • Ist der Havaneser kastriert?
  • Menge an Trainingsleckerchen

Der Havaneser hat je nach Lebensabschnitt unterschiedliche Ansprüche an sein Futter. Welpen müssen wachsen, fressen aber pro Mahlzeit eher weniger, dafür häufiger. Der erwachsene Hund braucht hingegen seltener einen gefüllten Napf, die Menge ist dafür größer. Und beim Senior sollte auf eine reduzierte Kalorienzufuhr geachtet werden, da sich ältere Hunde meist weniger bewegen und zu Übergewicht neigen können.

Wie viel Futter benötigt der Havaneser
Die benötigte Futtermenge ist sehr individuell von vielen Faktoren abhängig.

Auch die Haltungsbedingungen spielen eine Rolle dabei, wie viel der Havaneser fressen sollte. Ist seine Familie sehr aktiv und häufig mit dem Vierbeier unterwegs, so braucht der Hund natürlich mehr Energie als eine Couchpotato. Gleiches gilt, wenn der Havi im Hundesport eingesetzt wird und regelmäßig durch den Parcours flitzt. Auch Zuchthündinnen haben einen erhöhten Kalorienbedarf während der Trächtigkeit und hinterher beim Säugen der Welpen. Wer hingegen gemütliche Spaziergänge mit dem Kubaner schätzt, sollte es mit dem Futter besser nicht übertreiben.

Klar, dass auch die Fütterungsart ausschlaggebend für die vertilgten Mengen ist. Trockenfutter ist viel energiereicher, als Nassfutter, weshalb kleinere Portionen ausreichen. Die nasse Variante kann hingegen sogar in größeren Mengen verschlungen werden, ohne das gleich Speckröllchen beim Havaneser zu befürchten sind.

Zu guter Letzt sollte der aktuelle Gesundheitszustand des Havanesers berücksichtigt werden. Kranke Tiere oder Hunde aus dem Tierschutz benötigen oft eine spezielle Kost, um aufgepäppelt zu werden. Auch Spezialfutter kann zum Einsatz kommen, damit der Hund zu Kräften kommt oder sich von einer schweren Erkrankung erholen kann. Hat Ihr Havaneser Übergewicht, sollte natürlich streng auf die Ernährung geachtet und äußerst sparsam mit Leckereien umgegangen werden.

Wer Fertigfutter kauft, sollte sich stets an die Fütterungsempfehlungen auf den Verpackungen halten. Es gibt dabei sogar Spezialnahrung, die speziell auf kleine Hunderassen abgestimmt ist. Orientieren Sie sich bei den Empfehlungen zunächst an der untere Grenze und korrigieren Sie weiter nach oben, falls der Havaneser abnehmen sollte. Regelmäßiges Wiegen kann dabei helfen, die optimale Fütterungsmenge herauszufinden.

Auch bei der reinen Rohfütterung (BARF) sollte das Gewicht in bestimmten Abständen kontrolliert werden. Anders als bei Fertigfutter aus dem Handel variiert der Speiseplan hier stark und eine Mahlzeit hat nicht stets die gleiche Zusammensetzung an Nährstoffen. Onlineshops, die auf das Barfen spezialisiert sind, stellen manchmal individuelle Menüs zusammen, die auf eine bestimmte Rasse zugeschnitten sind.


Was ist das beste Futter für meinen Havaneser?

Industriell hergestelltes Hundefutter gibt es erst seit ein paar Jahrzehnten. Davor war es Gang und Gebe, den Vierbeiner mit Küchen- und Schlachtabfällen sowie Essensresten zu füttern. Das diese Ernährungsweise nicht immer die gesündeste war, ist logisch. Darum lag die Lebenserwartung der Hunde vielleicht auch nicht so hoch, wie es heute glücklicherweise der Fall ist.

Rohfutter - Trockenfutter - Nassfutter
Rohfutter – Trockenfutter – Nassfutter: Welches Futter ist für meinen Havaneser am besten?

Trotz allem ist natürlich auch kommerzielles Futter nicht unbedingt ein Garant für eine ausgewogene und wertvolle Ernährungsweise. Die Unterschiede von Trocken- aber auch Nassfutter hinsichtlich Zutatenliste und Inhaltsstoffe sind enorm. Hier sollte definitiv ein kritischer Blick auf die Verpackungen geworfen werden.

Vielleicht geht gerade deshalb der Trend wieder verstärkt zur Rohfütterung. Hier weißt der Besitzer zu 100% was im Futternapf des Havanesers landet und er muss sich keinerlei Gedanken über Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker machen. Doch die Handhabung von rohen tierischen Produkten und vor allem Gedärmen etc. ist nicht jedermanns Sache. Einige Hundehalter kochen aber gern für ihre Vierbeiner, wenngleich dabei viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen.

Eigentlich kann der Havaneser mit jedweder Fütterungsart gesund und ausgewogen ernährt werden, wenn auf einige Punkte Rücksicht genommen wird. Selbst Mischformen aus den oben genannten Möglichkeiten sind denkbar und über ein bisschen Abwechslung im Napf wird der Havaneser sich sicherlich freuen. Möglich, wenn auch nicht artgerecht, ist sogar eine vegetarische Ernährung des Havanesers. Sie entspricht jedoch keinesfalls den natürlichen Vorlieben des Hundes und ist eine Ernährungsweise, die dem Hund regelrecht aufgezwungen wird.

Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Möglichkeiten bei der Havaneser Ernährung.


Was sind die Vor- und Nachteile von Trockenfutter?

Trockenfutter für Havaneser
Vor- und Nachteile von Trockenfutter für Havaneser

Vorteile Trockenfutter:

  • Kauf auf Vorrat möglich
  • Lagerung unproblematisch
  • Lange haltbar
  • Futterbröckchen eignen sich auch fürs Training und als Belohnungshäppchen zwischendurch
  • Wenig Eigengeruch (abhängig von der Marke)
  • Reinigung von Futternapf und Futterplatz gestaltet sich einfach
  • Durch den hohen Energiegehalt von Trockenfutter braucht der Havaneser kleinere Mengen, um satt zu werden
  • Manchmal günstiger als Nassfuttermittel
  • Weniger Verpackungsmaterial als bei Nassfutter aus Dosen, Beuteln und Schalen und daher umweltfreundlicher
  • Es gibt Trockenfutter, welches speziell auf kleine Hunderassen zugeschnitten sind

Nachteile Trockenfutter:

  • Kaum Eigengeschmack, daher kommen oft Geschmacksverstärker zum Einsatz
  • Die harten Brocken können beim Kauen problematisch sein für Welpen oder Senioren
  • Oft sind Konservierungsstoffe enthalten
  • Der erhöhte Flüssigkeitsbedarf nach einer Mahlzeit ist problematisch bei Havanesern die ohnehin wenig trinken
  • Das Sättigungsgefühl tritt etwas zeitverzögert auf, weshalb der Havi womöglich mehr frisst, als er eigentlich braucht
  • Enthält das Futter viele Füllstoffe, so setzt der Hund große Mengen Kot ab
  • Manchmal sind die Inhaltsstoffe nur unzureichend und wenig verständlich angegeben

Welches Trockenfutter ist für den Havaneser zu empfehlen?

Ein gutes Trockenfutter für Havaneser: Wolfsblut

Wir werden immer wieder gefragt welches Trockenfutter zu empfehlen ist. Häufig haben die Hunde mit Durchfall, stumpfen Fell und Kratzen zu kämpfen.

Wichtig ist, dass das Futter Ihrem Hund schmeckt und er alle nötigen Nährstoffe erhält. Sehr viele Futtersorten bieten eine ausreichende Versorgung und halten Ihren Hund gesund. Alle sehr guten Futtersorten aufzuzählen ist daher fast unmöglich.

Als Beispiel können wir das Futter von Wolfsblut empfehlen. – Wie gesagt es ist nur ein gutes Futter unter vielen. Die Futtermenge muss dem Umsatz und dem Aktivitätslevel des Hundes angepasst werden.

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Warum empfehlen wir dieses Futter?

  • Hoher Fleischanteil
  • Der Hund ist häufig agiler und leistungsfähiger,
  • Er riecht häufig besser
  • Getreidefreies Futter
  • Glänzendes Fell
  • Es gibt neben dieser Sorte von Wolfsblut noch weitere Geschmacksrichtungen mit einem hohen Fleischanteil.
  • Fester Stuhl und optimale Verdauung
  • Gute Verträglichkeit – viele Havaneser mit Allergien vertragen dieses Futter sehr gut.
  • Kein Kratzen und Lecken der Pfoten mehr

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Welches sind die Vor- und Nachteile bei Nassfutter für den Havaneser?

Nassfutter Havaneser
Vor- und Nachteile von Nassfutter für den Havaneser

Vorteile Nassfutter:

  • Aufgrund des stärkeren Eigengeschmacks wird Nassfutter von den Hunden oft der trockenen Variante vorgezogen.
  • Einfache Lagerung
  • Vorratshaltung möglich
  • Verursacht kaum Probleme beim Kauen und kann von Hunden mit Zahnproblemen, Welpen und alten Hunden gleichermaßen gut gefressen werden
  • Kranke und schwache Vierbeiner haben oft wenig Appetit. Bei Nassfutter langen sie aber dann oft doch gerne zu
  • Anders als Trockenfutter, führt Nassfutter nur selten zu Übergewicht, da es weniger energiereich ist
  • Hauptbestandteil bei Nassfutter ist Wasser, dies kann sich positiv auf den Wasserhaushalt von trinkfaulen Havanesern auswirken
  • Auch hier gibt es Spezialnahrung für kleine Rassen

Nachteile Nassfutter:

  • Weniger umweltfreundlich, da viel Verpackungsmaterial anfällt
  • Produkte müssen sofort oder zeitnah aufgebraucht werden
  • Je nach Qualität des Produktes und der Menge an verarbeiteten Füllstoffen kann es gelegentlich auch bei Nassfutter zu vermehrtem Kotabsatz kommen
  • Zutatenliste ebenfalls oft nicht verständlich und ausreichend deklariert
  • Häufig finden sich auch in der Nassvariante Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker
  • Einige Produkte riechen sehr penetrant und unangenehm (zumindest für den Menschen)
  • Reste im Napf und drum herum lassen sich nur schwer aufsammeln und entfernen

Welches Nassfutter ist für den Havaneser zu empfehlen?

Nassfutter für den Havaneser
Gutes Nassfutter für Havaneser: Animonda

Wie beim Trockenfutter gibt es auch beim Nassfutter 1001 Möglichkeiten am Markt.

Auch beim Nassfutter ist es wieder wichtig, dass das Futter Ihrem Hund schmeckt und er alle nötigen Nährstoffe erhält.

Sehr viele Nassfutter bieten eine ausreichende Versorgung und halten Ihren Hund gesund. Alle sehr guten Futtersorten aufzuzählen ist daher auch hier fast unmöglich.

Als Beispiel können wir das Nassfutter von Animonda empfehlen. – ein gutes Futter unter vielen. Des weiteren ist das Nassfutter Rinti zu empfehlen:

Die Futtermenge muss dem Umsatz und dem Aktivitätslevel des Hundes angepasst werden.

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Warum empfehlen wir dieses Nassfutter für den Havaneser?

  • Hoher Fleischanteil
  • garantiert ohne Getreide
  • ohne künstlichen Farbstoffe
  • ohne Konservierungstoffe
  • große Abwechslung für den Hund durch die unterschiedlichen Dosen
  • Glänzendes Fell
  • Fester Stuhl und optimale Verdauung
  • Gute Verträglichkeit – viele Hunde mit Allergien vertragen dieses Futter sehr gut.
  • Kein Kratzen und Lecken der Pfoten mehr

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Woran erkenne ich gutes Hundefutter aus dem Handel?

Woran erkenne ich gutes Hundefutter?
Woran erkenne ich gutes Hundefutter?

Vertrauen Sie definitiv nicht allein auf den Bekanntheitsgrad einer Marke oder den Preis, wenn es um die Auswahl des besten Futters geht. Denn egal, ob Sie sich nun für Trocken- oder Nassfutter entschieden haben, die verwendeten Zutaten bestimmen am Ende, ob die Ernährung Ihres Havanesers damit ausgewogen und gesund ist.

Leider sind viele Inhaltsstoffe aber manchmal nur unzureichend oder gar unverständlich aufgelistet. Sowieso sollten Sie Futtermittel mit ellenlangen Inhaltsangaben lieber meiden. Als grobe Faustregel gilt nämlich, dass ein Futtermittel umso besser und hochwertiger ist, je kürzer und verständlicher die Zutatenliste ausfällt.

Weitere Indikatoren für gutes Hundefutter sind:

  • Fleisch ist Hauptbestandteil
  • Alternativ kann auch Fisch verarbeitet worden sein
  • Tier- und Fischmehle sollten nicht enthalten sein
  • Neben Fleisch enthält das Produkt viel Obst und Gemüse
  • Nach Möglichkeit keine oder nur wenige Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Aromen, Füllstoffe (vor allem Getreide) und Farbstoffe
  • Alle Zutaten sind verständlich aufgelistet
  • Kein Zucker
  • Wertvolle Öle mit Omega 3 und 6
  • Mineralstoffe und Aminosäuren sind enthalten
  • Genaue Kennzeichnung von Schlachtabfällen, falls welche verwendet wurden

Natürlich hängt die Wahl des richtigen Futters auch von Ihrem Geldbeutel ab. Kaufen Sie das bestmögliche Produkt innerhalb Ihres Budgets und mischen Sie dabei gerne die verschiedenen Fütterungsarten. Schließlich hat jede ihre bereits oben genannten Vor- aber leider auch Nachteile. Wenn Sie die Vorteile allerdings geschickt miteinander kombinieren, so bieten Sie nicht nur Abwechslung im Napf, sondern beugen auch Mangelerscheinungen durch eine zu einseitige Ernährung vor. Viele Hundehalter schwören beispielsweise auf Teilbarfen oder sie füttern morgens Trockenfutter und abends einen Beutel Nassfutter.

Doch so sehr Sie sich auch um eine artgerechte und gesunde Ernährung für Ihren Havaneser bemühen, Sie sollten die Rechnung trotzdem nie ohne Ihren Hund machen: Am Ende bestimmt nämlich auch Ihr mäkeliger Esser und Sturkopf, was tatsächlich im Napf landet. Und dies mag nicht immer das beste und hochwertigste Futter sein. Gut möglich, dass Sie irgendwann zähneknirschend nachgeben und ein Futter vom Discounter anbieten, weil Ihr Havi sich standhaft weigert die Luxusvariante zu fressen und lieber verhungert, als am vollen Napf zuzulangen.


Ist BARF für meinen Havaneser geeignet?

BARF Fütterung
BARF steht für „Biologisch artgerechtes rohes Futter“. oder manchmal auch „Biologische artgerechte Rohfütterung“.

Das Prinzip von BARF ist sehr simpel. Der Hund ist in erster Linie ein Fleischfresser, also sollte er dies auch als Hauptnahrungsquelle fressen dürfen. Immerhin ist der Hundemagen perfekt auf die Verwertung und Verdauung von roher Nahrung eingestellt. Der PH-Wert der Magensäure liegt dazu bei unter 1.

Natürlich ist es einfach, sich jetzt einen Wolf vorzustellen, wie er seine erlegte Beute mit Haut und Haaren verspeist. Aber ein kleiner Havaneser? Ist BARF überhaupt für die Rasse geeignet und was genau versteht man unter dem Begriff?

BARF steht für „Biologisch artgerechtes rohes Futter“. Manchmal auch „Biologische artgerechte Rohfütterung“. Jegliche Komponenten, die verfüttert werden, erhält der Hund in roher Form. Selten auch leicht gekocht. Mit dieser Ernährungsweise wurde das Rad selbstverständlich nicht neu erfunden. Vielmehr geht es darum, den Vierbeiner so natürlich und artgerecht wie möglich zu ernähren und dies ist gar nicht so schwer, wie viele glauben.

Natürlich ist ein gutes Buch zu dieser Ernährungsweise angeraten, aber wer ein paar grundlegende Dinge beachtet und verinnerlicht, wird feststellen, dass BARF eine hervorragende Alternative zu Fertigfutter ist und dabei oftmals preislich sogar besser abschneidet.

Und mal ehrlich: Welcher Vierbeiner würde sich nicht über 70-80 % Fleischanteil in seiner Nahrung freuen? Die Restlichen 30-40 % bestreiten hingegen Obst, Gemüse, hochwertige Öle, Nüsse oder auch Milchprodukte, Kräuter und Eier.

Die Antwort ist ganz klar „JA!“. BARF ist hervorragend für den Havaneser geeignet. Zwar kann er mit riesigen Knochen nichts anfangen, aber es gibt auch Hühnerhälse oder kleinere Knochen (z.B. vom Lamm), die er mit Vorliebe benagen wird. Wenn der Havaneser mit großen Fleischbrocken nichts anfangen kann oder er Probleme hat beim Kauen, kann die Rohkost auch durch den Fleischwolf gedreht werden.

BARF Fütterung
BARF ist auch für den Havaneser sehr gut geeignet

Falls Ihr Havaneser BARF zunächst verschmähen sollte und lieber bei seinem gewohnten Dosenfutter oder Ähnlichem bleibt, geben Sie nicht so schnell auf. In industriell gefertigtem Futter sind häufig Geschmacksverstärker enthalten, die das Produkt erst so richtig schmackhaft machen. Darum schmeckt die Rohkost im Vergleich anfangs zunächst etwas fade. Ihr Havi kommt aber sicherlich bald auf den Geschmack und wird den Wolf in sich neu entdecken.

Was wird bei BARF alles gefüttert?

  1. Fleisch ist immer Hauptbestandteil der Nahrung. Muskelfleisch, Innereien, Knochen, Blut etc. sollten angeboten werden.
  2. Rohe fleischige Knochen reinigen die Zähne, dienen der Beschäftigung und sind wichtiger Kalziumlieferant.
  3. Fisch (z.B. Sardellen, Lachs oder auch Schrimps) als leckere Alternative.
  4. Gemüse gerieben oder püriert. Einige Hunde mögen es allerdings lieber leicht gekocht.
  5. Obst (vorher entkernen) püriert, gerieben oder ganz anbieten.
  6. Wertvolle Öle, wie z.B. Lachsöl sorgen für eine gute Vitaminaufnahme und -Verwertung.
  7. Milchprodukte wie Hüttenkäse oder Joghurt können, müssen aber nicht auf dem Speiseplan stehen.
  8. Eier, am besten roh und mit Schale (ggf. zu Pulver gemahlen) anbieten
  9. Getreide ist ebenfalls kein Muss. Gibt allerdings ein wenig Extraenergie, was sich beispielsweise bei kranken oder untergewichtigen Hunden positiv auswirken kann. Glutenfreie Sorten haben dabei weniger allergenpotenzial und sind deswegen zu bevorzugen.
  10. Frische Kräuter
  11. Uniodiertes Salz (wer Knochen und Blut füttert, kann darauf verzichten)
Theke mit BARF Zutaten
Woher kommen die Zutaten für das BARFEN?

Vorteile der BARF-Ernährung

  • Kein Kopfzerbrechen über unzureichend gekennzeichnete Inhaltsstoffe!
  • Konservierungsstoffe oder Farbstoffe sowie Aromen kommen bei dieser Fütterungsart nicht zum Einsatz
  • Sie wissen ganz genau, was Ihr Havaneser jeden Tag verputzt
  • Abwechslungsreich und artgerecht
  • Kaum Preisunterschied zwischen BARF und einer Ernährung mit Fertigfutter
  • Zahnstein tritt bei BARF wesentlich seltener auf und ist weniger stark ausgeprägt
  • Hunde, die mit rohen Komponenten gefüttert werden, haben erstaunlicherweise weniger Mundgeruch
  • Kleinere Kotmengen, da das Futter fast vollständig vom Havaneser verwertet werden kann
  • Hunde mit Allergien findet man unter gebarften Tieren nur sehr selten, im Gegensatz zu Vierbeinern, die mit industriell gefertigtem Futter ernährt werden.
  • Den allermeisten Hunden schmeckt diese ursprüngliche Ernährungsweise

Nachteile der BARF-Ernährung

  1. Für Vorratshaltung und Lagerung muss ein Kühlschrank und/oder eine Gefriertruhe zum Einsatz kommen
  2. Einlesen in die Thematik und die richtige Zusammenstellung des Futters sind wichtig, damit es zu keiner versehentlichen Über- oder Unterversorgung mit Nährstoffen kommt.
  3. Wenn auch äußerst selten, kann es manchmal zu einer Ansteckung mit Parasiten, Bakterien, Viren und sonstigen Krankheitserregern und Keimen kommen
  4. Ein guter Metzger ist von Nöten, denn viele Komponenten beim BARF erhalten Sie nicht mal eben beim Supermarkt um die Ecke. Mittlerweile gibt es aber Onlineshops, die auf das Barfen spezialisiert sind.

Ich möchte meinen Havaneser auf eine andere Ernährung umstellen – Wie gehe ich am besten vor?

Gründe für eine Futterumstellung beim Havaneser gibt es viele:

  • Sie möchten ein anderes Futter anbieten, als der Welpe beim Züchter oder der erwachsene Hund bei den Vorbesitzern erhalten hat
  • Sie bevorzugen eine andere Fütterungsart (z.B. BARF anstatt Trockenfutter)
  • Ausschlussdiät bei einer Allergie des Havanesers
  • Krankheitsbedingte Futterveränderung
  • Es soll vom Welpenfutter auf eine Variante für erwachsene Hunde umgestellt werden
  • Der Havaneser erhält Spezialfutter für kastrierte Hunde
  • Es erfolgt eine Umstellung auf Seniorenfutter

Allerdings sollten Sie nie in einer Hau-Ruck-Aktion von heute auf morgen die gewohnte Ernährungsweise des Hundes auf den Kopf stellen. Zwar stecken einige Vierbeiner eine solche drastische Änderung im Speiseplan kommentar- und ereignislos weg, dies sind jedoch meist die Ausnahmen von der Regel. Denn viele Hunde reagieren sehr sensibel auf ungewohnte Kost und dies äußert sich in Verdauungsproblemen oder Durchfall.

Immerhin müssen sich Magen und Verdauungstrakt des Havanesers erst auf die neue Nahrung einstellen und der Stoffwechsel angepasst werden. Einige Havanesers gehen allerdings auch in den Hungerstreik und rühren die ungewohnte Kost erst gar nicht an. Dabei sind viele Rassevertreter äußerst hartnäckig mit ihrer Futterverweigerung.

Am besten, Sie tauschen über mehrere Tage hinweg immer einen kleinen Teil des gewohnten Futters gegen das neue aus. Erhöhen Sie den Anteil so lange, bis am Ende nur noch die neue Marke im Napf landet oder Sie auf eine komplett andere Fütterungsart umgestellt haben.

Bei Welpen sollten Sie besonders behutsam vorgehen, wenn das alte Futter abgesetzt wird. Der Verdauungsapparat des kleinen Havanesers ist noch nicht richtig ausgereift, darum reagiert der Vierbeiner mitunter heftiger auf eine zu schnelle Umstellung.

Am längsten dauert die Futterumstelllung, wenn statt Nassfutter lieber Trockenfutterbrocken angeboten werden sollen. Nassfutter hat nämlich einen sehr hohen Flüssigkeitsanteil, wohingegen beim Fressen von Trockenfutter zusätzliches Wasser von Nöten ist, damit die Brocken überhaupt verdaut werden können. Hier kann sich der Austauschprozess ruhig über 14 Tage oder sogar länger hinziehen, damit sich der Magen auf die zusätzliche Arbeit einstellen kann.


Die Mischung machts!

Wer seinen Havaneser mit Trocken- oder Nassfutter aus dem Fachhandel füttert, kann dem Vierbeiner natürlich trotzdem hin und wieder etwas Frisches anbieten und somit ein wenig Abwechslung in den Napf bringen. Ist der Hund von Welpenbeinen an gewohnt, dass es alle paar Tage eine leckere Sondermahlzeit gibt, so wird er nur in den seltensten Fällen Verdauungsprobleme damit bekommen.

Doch neben dem tollen Geschmackserlebnis kommt die frische Ernährung dem Havaneser auch gesundheitlich zugute. Immerhin sorgt die Rohkost für weniger Mundgeruch, verringert Zahnstein, sorgt für ein glänzendes und schönes Fell und stärkt seine Immunabwehr.

Folgendes darf unter anderem ruhig ab und an im Futternapf landen:

  • Rohes Fleisch (Im Tierfachhandel gibt es oft tiefgefrorene Ware)
  • Ungekochte Knochen
  • Hüttenkäse oder Joghurt
  • Rohes Ei
  • Reis
  • Nudeln
  • Olivenöl oder Lachsöl
  • Fisch ohne Gräten
  • Gekochte Kartoffeln
  • Möhren
  • Äpfel
  • Haferflocken

Ei und Lachsöl gelten dabei übrigens als Geheimtipp unter Hundebesitzern. Das Eigelb sorgt nämlich für ein wunderbar geschmeidiges und schönes Haarkleid, was in gewisser Weise ja auch das Aushängeschild der Rasse ist. Lachsöl hat ebenfalls einen positiven Effekt aufs Fell und macht es schön glänzend. Darüber hinaus sorgen die wertvollen Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren für ein starkes Immunsystem.

Wer seinen Havaneser abwechslungsreich ernährt, der sorgt natürlich außerdem dafür, dass Mangelerscheinungen erst gar nicht auftreten.

Rohfutter für meinen Havaneser
Rohfutter für meinen Havaneser

Ist ein Fastentag pro Woche gesund für den Havaneser?

Ein Fastentag ist allenfalls nötig, wenn eine Blutuntersuchung beim Tierarzt ansteht, bei der Ihr Havaneser nüchtern zu sein hat, wenn eine Operation durchgeführt werden soll oder Ihr Havi an Durchfall oder Erbrechen leidet. Ansonsten hat ein Diättag die Woche keinerlei gesundheitlichen Vorteil.

Dennoch praktizieren einige Züchter und Halter dies. Oft mit den Argumenten, dass es für den Magen- und Darmtrakt reinigend wirkt oder der Wolf auch nicht täglich Beute macht. Nach nur rund 24 Stunden findet jedoch keinerlei Entschlackung statt und der Wolf sucht sich längere Fastenzeiten sicherlich auch nicht aus, sondern erduldet sie aufgrund des geringen Nahrungsangebots.

Eine wirkliche Wahl hat er ja nicht. Sie als Besitzer aber schon. Also füllen Sie den Fressnapf Ihres Havanesers und freuen Sie sich daran, wenn er mit Appetit isst und nicht mit leerem Magen schlafen gehen muss.


Frisches Trinkwasser nicht vergessen!

Je nach Fütterungsart hat Ihr Havaneser ein anderes Flüssigkeitsbedürfnis. Nassfutter beispielsweise enthält viel Wasser, weshalb Hunde mit dieser Art der Ernährung oft weniger trinken, als Vierbeiner, die Trockenfutterbrocken bekommen. Auch bei gebarften Hunden wird über die Nahrung bereits reichlich Flüssigkeit aufgenommen, weshalb der Havaneser anschließend weniger trinken muss.

Achten Sie trotzdem darauf, dass rund um die Uhr immer frisches und sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht und reinigen Sie die Wasserschüsseln jeden Tag mit heißem Wasser, um die Ausbreitung von Keimen zu verhindern.

Bei kranken Hunden sollte etwas strenger auf eine ausreichende Trinkmenge geachtet werden. Vor allem, wenn es sich um Durchfall oder Erbrechen handelt. Im Sommer, wenn Ihr Havaneser viel hechelt, ist der Wasserhaushalt ebenfalls aus dem Gleichgewicht geraten und der Vierbeiner muss seine Wasserreserven wieder auffüllen. Am besten, Sie bieten leicht gekühltes Wasser an. Bei langen Spaziergängen sollten Sie im Idealfall auch immer etwas Wasser für den Havaneser dabei haben.

Bemerken Sie plötzlich Veränderungen im Trinkverhalten Ihres Havanesers, sollte dies beobachtet und bei Fortbestehen ein Tierarzt um Rat gefragt werden. Besonders, wenn sich ansonsten nichts im Leben Ihres Vierbeiners verändert hat (keine Futterumstellung, andere Belastung o.Ä.). Trinkt der Havaneser extrem viel, könnte dies beispielsweise auf Nierenprobleme hindeuten.


Worauf sollte ich bei der Ernährung meines Havaneser Welpen achten?

Um die Ankunft im neuen Zuhause und die damit verbundene enorme Umstellung für den Welpen zu vereinfachen, sollte das gewohnte Welpenfutter vom Züchter zumindest eine Zeit lang weitergefüttert werden. Am besten, Sie informieren sich auch über die gewohnten Fütterungszeiten, und halten diese weitestgehend ein.

Einige Züchter geben manchmal eine kleine Anfangsration des gewohnten Futters bei der Abgabe des Welpen mit oder geben zumindest Auskunft über gut verträgliches Welpenfutter und die bisher verabreichte Kost.

Doch wundern Sie sich nicht. Im neuen Zuhause gibt es so viel Spannendes zu entdecken, dass die Futteraufnahme manchmal nebensächlich wird. Es ist also nicht beunruhigend, wenn der Napf von Ihrem Havaneserwelpen in den ersten Tagen nicht restlos leergeputzt wird. Sobald er sich eingewöhnt hat, gibt sich dies von ganz allein wieder.

Havaneser Welpen mit Futter
Havaneser Welpen mit Futter

Bis der Havaneser ca. 18 Monate alt ist, sollte übrigens ausschließlich Welpenfutter bzw. welpengerechte Nahrung angeboten werden. Danach können Sie auf eine Futtersorte für erwachsene Hunde umstellen. Bis es soweit ist, füttern Sie den Welpen ruhig mehrmals täglich (z.B. vier Mal), um den Magen-Darm-Trakt nicht zu überlasten. Immerhin sind die Welpenmägen noch sehr klein und die aufgenommene Nahrung schnell verdaut. Also hat der kleine Havaneser auch früher wieder Hunger. Sobald Sie mit anderthalb Jahren aber auf Erwachsenenkost umstellen, sind ein bis zwei Mahlzeiten täglich vollkommen ausreichend.

Bei Welpen ist ein gutes Kalzium-Phosphor-Verhältnis wichtig für ihr Wachstum und die Bildung starker Knochen. Allzu viel Protein (mehr als 30%) sollte im Futtermittel hingegen nicht enthalten sein, da es die Nieren schädigen kann. Darum ist die Fütterung eines Welpenfutters sehr empfehlenswert. Hier sind alle wichtigen Komponenten gut aufeinander abgestimmt.

Vermeiden Sie hingegen Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin- oder auch Mineralpräparate. Sie sind nicht nötig und sollten nur in Absprache mit einem Tierarzt unters Futter gemischt werden. Dann aber auch nur, wenn eine besondere Indikation vorliegt, die solche Zusätze erforderlich machen.


Hat mein kastrierter Havaneser andere Ansprüche ans Futter?

Eine Kastration verändert den Hormonhaushalt des Hundes. Daraus resultiert häufig eine verringerte Bewegungslust bei gleichzeitig gesteigertem Appetit. Natürlich braucht der Havaneser noch die gleichen Nährstoffe wie vor dem Eingriff, allerdings ist das Risiko ungesunde Fettpölsterchen anzusetzen höher, wenn er sich zu wenig bewegt, dabei aber noch genauso gern am Napf zulangt.

Sie finden im Zoofachhandel darum Spezialnahrung für kastrierte Hunde, welches die veränderten Bedürfnisse berücksichtigt. Auch ein kalorienreduziertes Futter wäre eine gute Wahl. Ist Ihr Havaneser aber ein mäkeliger Esser und Sie wollen ihm das gewohnte Futter nicht vorenthalten, so sollten Sie die Futtermenge gegebenenfalls nach unten korrigieren.

Achten Sie darauf, dass Ihr Vierbeiner sich noch immer ausreichend bewegt. Animieren Sie ihn zum Spielen und drehen Sie weiterhin gemeinsam schöne Gassirunden.


Veränderte Bedürfnisse bei der Ernährung des alten Havanesers

Im Alter werden viele Hunde gemütlicher. Sie schlafen länger, brauchen generell mehr Ruhephasen und sind schneller erschöpft. Viele Havaneser freuen sich zwar noch immer über ausgedehnte Spaziergänge und Bewegung, sind aber natürlich nicht mehr so fit und ihre Energiereserven schneller verbraucht.

Sie sollten also nicht nur das Bewegungspensum an den alten Havaneser anpassen, sondern auch sein Futter. Ansonsten kann es (ähnlich wie bei kastrierten Hunden) zu Übergewicht kommen. Erschwerend hinzu kommt, dass der Stoffwechsel im Alter langsamer arbeitet.

Futtersorten mit weniger Energiegehalt sind darum ideal. Am besten leicht verdaulich und kombiniert, mit vielen Ballaststoffen, welche die Darmtätigkeit in Schwung bringen. Phosphor und Fett sollten hingegen weniger enthalten sein.

Hat Ihr Havaneser bisher Trockenfutter bekommen, hat jedoch mittlerweile Probleme mit dem Kauen der harten Bröckchen, so hilft es oft, das gewohnte Futter etwas anzufeuchten. Dies wirkt sich zudem positiv auf den Wasserhaushalt aus. Überhaupt bevorzugen viele Senioren eher weichere Kost und womöglich möchten Sie auf ein Nassfutter umstellen.

Vorsicht, falls Sie den Havaneser barfen oder ihn ab und an mit Knochen verwöhnen. Diese führen leider häufig zu Verstopfungen und können zudem den Zähnen des alten Havanesers schaden.


Neigt ein Havaneser zu Übergewicht?

Die Rasse neigt eigentlich nicht zu Übergewicht, allerdings ist der Havaneser ein kleiner Charmeur, der seine Familie gekonnt ums Pfötchen wickeln kann. Er weiß genau, wie er ein paar Extraleckerlis oder einen Bissen vom Tisch ergattern kann. Letzteres sollte generell tabu sein, aber auch bei Belohnungs- und Trainingsleckereien ist darauf zu achten, es nicht zu übertreiben.

Bestenfalls werden diese Leckerlis von der Tagesration abgezogen. Schließlich sollten seine Besitzer daran denken, dass jeder Happen extra sich auf lange Sicht auf das Gewicht niederschlägt, was natürlich nachteilig für die Gesundheit ist. Außerdem ist es ein Leichtes, die Extrapfunde anzusetzen, sie hinterher wieder loszuwerden ist jedoch mühsam.

Ist der Hund schon in den Brunnen gefallen, sollten Sie bitte nie auf eigene Faust eine Diät starten oder den Hund gar auf Nulldiät setzen, sprich: Fastentage einlegen. Ändern Sie die Ernährung des Havanesers nur in Absprache mit einem Tierarzt. Er kann Ihnen helfen, einen individuellen Ernährungsplan aufzustellen. Der Gang in die Praxis ist überdies auch angeraten, falls Ihr Havi zu dünn sein sollte. Vielleicht liegt ein Stoffwechselproblem dahinter, eine Krankheit oder ein Befall mit Parasiten.

So vermeiden Sie Übergewicht beim Havaneser!

  • Mehrmals täglich spazieren gehen
  • Der kleine Havaneser eignet sich für viele Hundesportarten. Probieren Sie gemeinsam eine aus.
  • Sorgen Sie für körperliche und geistige Beschäftigung
  • Kontrollieren Sie regelmäßig das Gewicht, um die optimale Fütterungsmenge herauszufinden
  • Leckerlis von vorne herein in die Tagesration mit einplanen und Extrahappen von der normalen Futterration abziehen
  • Weniger energiereiche Kost anbieten, bei Hundesenioren und kastrierten Hunden
  • Füttern Sie artgerecht, gesund und ausgewogen
  • Ist Ihr Havaneser sehr verfressen, stellen Sie auf ein Lightfutter oder Nassfutter um. Hier kann mehr Nahrung aufgenommen werden, bei weniger Kalorien.
  • Dem Betteln nicht nachgeben!

Wieso frisst mein Havaneser Gras?

Die Gründe für das Knabbern am Grün sind in den allermeisten Fällen nicht besorgniserregend. Selbst beim Wolf wird dieses Verhalten beobachtet. Dabei wurde diese Art der „Nahrung“ lange Zeit mit einem Nährstoffmangel in Verbindung gebracht, den der Wolf (oder eben auch Hund) mit dem Gras auszugleichen versucht. Heute gilt diese These als wiederlegt. Oft schmeckt es dem Vierbeiner einfach und die Grashalme sind ein willkommener Snack.

Einige Hundebesitzer beobachten dieses Verhalten jedoch, wenn es dem Havaneser nicht besonders gut geht. Manchmal ist das Grasfressen also ein Hinweis auf Verdauungsprobleme. Da Gras viele Ballaststoffe enthält, bringt das Grün die Verdauung in Schwung. Allerdings lösen die Halme auch Brechreiz aus, was sich der Havaneser bei einer Magenverstimmung zu Nutze macht.

Geht es ihm nach dem Erbrechen tatsächlich besser, so brauchen Sie sich keine weiteren Gedanken darüber zu machen. Vermutlich hat der Hund nur etwas Falsches gefressen oder einen Fremdkörper verschluckt, der wieder nach draußen befördert werden sollte. Seien Sie trotzdem wachsam und suchen Sie lieber einen Tierarzt auf, falls das Fressen von Gras ungewöhnlich oft vorkommt, der Hund weiterhin würgt oder sich gleich mehrfach übergibt.


Hilfe, mein Havaneser isst Kot!

Eine wahrlich unangenehme und unhygienische Unart des Havanesers. Schließlich leben Mensch und Hund in einem Haushalt und das oft eng beieinander. Bedenken Sie nur, wie viele Hunde ihren Besitzern gern an den Händen oder gar durchs Gesicht lecken. Viele Vierbeiner sind zudem auf dem Sofa oder im Bett erlaubt. Krankheiten und Parasiten können so schnell vom Hund auf den Menschen übertragen werden. Kinder sind dabei in besonderer Weise gefährdet, da sie es mit der Handhygiene oft nicht so genau nehmen.

Warum einige Hunde diese seltsame Vorliebe für die Hinterlassenschaften anderer Artgenossen, artfremder Tiere oder auch der Menschen haben, ist allerdings nicht eindeutig geklärt. Einen Fachausdruck gibt es dennoch für dieses Verhalten: Koprophagie. Falls Sie einen Havaneser zu Hause haben, der gern den Kot anderer Tiere frisst, hier sind einige Erklärungsansätze für dieses unappetitliche Verhalten:

  • Welpen essen manchmal ihren eigenen Kot und den der Wurfgeschwister. Sie tun dies aus Neugierde und stecken eben gern (wie menschliche Kleinkinder auch) alles in den Mund.
  • Die Mutterhündin frisst hingegen die ersten Tage nach der Geburt die Hinterlassenschaften ihres Nachwuchses. Unter anderem, um die Wurfkiste sauber zu halten. Die ist vollkommen unbedenklich und könnte womöglich auch erklären, warum einige Hunde den Windelinhalt von Babys fressen oder die Ausscheidungen im Töpfchen.
  • Bei Bauchspeicheldrüsenerkankungen fehlen dem Hund Verdauungsenzyme.
  • Der Kot riecht ansprechend. Zumindest für den Hund, denn in Fertigfutter sind oftmals viele Geschmacksverstärker enthalten, die den Kothaufen scheinbar schmackhaft erscheinen lassen.
  • Der Kot von Vierbeinern, die ausschließlich gebarft werden, scheint offenbar ebenfalls recht reizvoll zu riechen.
  • Ernährungsmängel beim Hund oder starker Hunger können zu Koprophagie führen.
  • Antrainierte/erworbene Verhaltensstörung
  • Aufmerksamkeit soll erlangt werden.
  • Duftnoten und Markierungen von Artgenossen sollen aus dem Territorium entfernt werden.

Hat der Havaneser diese schlechte Eigenart erst mal angenommen, ist sie oft nur schwer wieder abzutrainieren. Einige Hundehalter greifen darum zu sehr drastischen Maßnahmen, indem sie Kothaufen mit Tabasco- oder Chilisoße präparieren und dem Hund sein „Geschmackserlebnis“ somit verleiden.

Wer es jedoch zunächst auf die sanfte Tour versuchen möchte, sollte Abbruchsignale mit seinem Havaneser bis zur Perfektion trainieren. Nutzen Sie dafür Kommandos, wie „Pfui!“, „Aus!“ oder „Nein!“. Auch das konsequente Führen des Vierbeiners an der Leine hilft, bei Bedarf schnell eingreifen zu können. Sollten alle Stricke reißen, kann nur ein Maulkorb das unappetitliche Verhalten zuverlässig unterbinden.

Falls Ihr Havaneser sich jedoch nur auf Kothaufen stürzt, weil Sie ihm in diesen Situationen Ihre volle Aufmerksamkeit schenken und sehr intensiv und energisch reagieren („Oh toll, Herrchen ist ja vollkommen aus dem Häuschen!“), könnte es helfen, sich wieder vermehrt mit Ihrem Hund zu beschäftigen und ihm mehr körperliche und geistige Auslastung zu schenken. Auch ein paar Extra-Streicheleinheiten oder regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen könnte das Problem verschwinden lassen.

Natürlich sollten Sie bei Koprophagie immer auch einen Tierarzt zu Rate ziehen, damit abgeklärt ist, ob Ihr Havaneser womöglich ein krankheitsbedingtes Problem hat oder an Mangelerscheinungen leidet.


Achtung Vergiftungsgefahr!

Achtung Vergiftungsgefahr!
Achtung Vergiftungsgefahr!

Den meisten Hundebesitzern ist es ein vertrautes Bild: Die Familie versammelt sich um den Esstisch und der Vierbeiner sitzt mit großen Augen daneben und bettelt. Oder er starrt so lange mit traurigem Dackelblick, bis etwas für ihn abfällt. Allerdings sollten Sie sich dazu keinesfalls hinreißen lassen. Viele Lebensmittel sind absolut nicht für Hundemägen geeignet. Sie sind unverträglich, können zu Verdauungsproblemen, Schmerzen oder gar Vergiftungen führen.

Um das Betteln bei Tisch von vorneherein zu unterbinden, sollte es einfach von Anfang an konsequent ignoriert werden. Und zwar ohne Ausnahme. Wer einmal schwach wird („Ach, es ist doch Weihnachten.“), der züchtet sich dieses Problem nämlich selbst heran. Immerhin ist der Havaneser ein ausgesprochen kluger Hund und er wird es bei einem Erfolgserlebnis natürlich immer wieder versuchen.

Wem es ausgesprochen schwer fällt nicht doch schwach zu werden, der sollte vielleicht bedenken, dass der eigene Hund vermutlich auch niemals mit Ihnen teilen würde. Oder denken Sie tatsächlich, Ihr Havi würde den leckeren Festtagsbraten mit Ihnen teilen? Eher würde er die Reste im Garten verscharren, um ja nichts abgeben zu müssen.

Selbstverständlich sind nicht alle Lebensmittel im gleichen Umfang schädlich, allerdings können Vergiftungserscheinungen auch schleichend entstehen, wenn ungeeignete Speisen regelmäßig verzehrt werden. Außerdem sollten Sie bedenken, dass der Havaneser ein sehr kleiner Hund ist. Mengen, die einen ausgewachsenen Schäferhund kaum belasten, könnten dem kleinen Kubaner durchaus schon gefährlich werden. Schließlich macht die Dosis das Gift und bedenkliche Mengen sind bei seinem geringen Körpergewicht eben deutlich schneller erreicht.

Haben Sie den Verdacht, Ihr Hund hat etwas Ungeeignetes gefressen oder Sie haben es gar beobachtet, so sollte der Vierbeiner besser dem Tierarzt vorgestellt werden. Dies gilt besonders, sollten größere Mengen vertilgt worden sein. Manchmal zählt bei Vergiftungen jede Sekunde, um das Leben des Hundes zu retten.

Was sollte mein Havaneser nicht fressen?

Giftige Lebensmittel für den Havaneser
Lebensmittel die für den Havaneser giftig sind!

Die nachfolgende Liste ist keinesfalls vollständig und soll nur einen Einblick in ungeeignete und giftige Speisen gewähren. Keinesfalls im Napf landen sollte beispielsweise:

  • Speisereste
  • Gewürztes Essen
  • Weintrauben
  • Rosinen
  • Rohe Kartoffeln
  • Rohe Kohlsorten
  • Kerne und Steine diverser Obstsorten
  • Avocado
  • Schokolade (je höher der Kakaoanteil, umso schlimmer)
  • Süßigkeiten
  • Rohes Schweinefleisch
  • Alkohol
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Chili
  • Peperoni und Jalapeno
  • Kuhmilch
  • Koffein
  • Abgekochte Knochen
  • Mandeln
  • Nüsse

Warum ist Schweinefleisch für den Havaneser problematisch?

Komplett durchgegartes Schweinefleisch gilt als unbedenklich in der Hundeernährung. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn Schwein roh angeboten wird. Wer seinen Havaneser mit BARF ernährt, sollte also beispielsweise besser auf diese Sorte Fleisch verzichten.

Rohes Schweinefleisch ist für die Hundeernährung ungeeignet!
Rohes Schweinefleisch ist für die Hundeernährung ungeeignet!

Der Grund: Im rohen Fleisch könnte das Aujetzki-Virus enthalten sein. Dieses Virus ist Auslöser der Pseudo-Wut. Eine sehr gefährliche Krankheit mit stets tödlichem Verlauf. Viele betroffene Tiere sterben binnen kürzester Zeit. Die Erkrankung trägt den Namen Pseudo-Wut, weil die Symptome denen der echten Tollwut sehr stark ähneln. Zwar ist kontaminiertes Fleisch äußerst selten, wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte jedoch komplett auf Schweinefleisch in der Ernährung des Havanesers verzichten.

Für den Menschen ist das Aujetzki-Virus übrigens absolut ungefährlich.


3 Gedanken zu „Havaneser Futter und Ernährung

  1. Eine bessere Abhandlung über Havaneser habe ich bisher im Netz noch nicht lesen können.
    Fantastischer Informationsgehalt. Glückwunsch, top Artikel. Hat uns sehr geholfen. Haben 2 Havaneserdamen. eine wird 6 Jahre alt, die zweite (ihre biologische Schwester) wird jetzt 1 Jahr alt.

  2. Hallo,
    die Abhandlung ist sehr ausführlich und nicht nur für Anfänger interessant. Sehr schön auch die Ergänzung mit den entsprechenden Fotos. Das Wesen der wunderbaren Rasse ist perfekt beschrieben und zeigt auf, wie liebenswert unsere Havis sind.
    Allerdings ist mir aufgefallen, dass bei der Rubrik “Ist BARF für meinen Havi geeignet” in der Aufzählung auch Nüsse genannt sind. Am Ende des Beitrags wird aber darauf hingewiesen, dass Nüsse nicht in die Futterschüssel gehören. So sind auch meine bisherigen Informationen. Hier kann es zu Irritationen kommen.
    Ich füttere unseren Havi-Rüden morgens mit Rinti, abends bekommt er Trockenfutter World of Wilderness. Beides verträgt er gut. Abends bekommt er noch ein kleines Stück Harzer Käse und 1/8 Apfel, beides gewürfelt. Darauf freut er sich immer und wartet an der Küchentür darauf. Auch ein Stück grüne Gurke und etwas Jogurt findet er lecker. Sein Fell ist sehr schön glänzend, die Haut gesund. Ergänzen möchte ich noch, dass Südfrüchte nicht gefüttert werden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Gitte

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